„Aufstiegsspiele wären ein Highlight“

Torgranate-Redakteur Christian Halling hat Johannes Wiegand zu den Aussichten der Hünfelder Reserve befragt.

Neben Spielertrainer Johannes „Johnny“ Helmke und Christian Eckhardt ist Rückkehrer Johannes Wiegand der „alte Hase“ im jungen Stall der zweiten Mannschaft des Hünfelder SV. Der 30-jährige Defensivmann, der nach Stationen in Eiterfeld und Ehrenberg zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist, möchte die Youngster in der Rhönkampfbahn mit anleiten und noch den Relegationsrang in der Kreisoberliga Mitte ergattern.

Wie bewerten Sie das Fußballjahr 2018?

Ich bin im Sommer von der SG Ehrenberg zu meinem Heimatverein zurückgekehrt im Wissen, dass ich in der Hinserie nur gelegentlich würde aushelfen können. Ich habe zwischendurch ein Praktikum beim Pay-TV-Sender Sky in München gemacht, wo ich zwar nicht mit dem allseits bekannten Riccardo Basile in der Redaktion zusammengearbeitet habe, aber in der Kommunikationsabteilung coole Erfahrungen sammeln durfte. Weil wir im Herbst einen personellen Engpass in Hünfeld hatten, bin ich dann immer häufiger eingesprungen, leider habe ich mich dann Mitte September bei einem Foul gegen meinen Kumpel Dominik Vollmer von der FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen selbst am Knöchel verletzt. Im Herbst hatten wir generell einen kleinen Durchhänger, glücklicherweise haben wir noch Tuchfühlung zum Relegationsplatz, wobei ich Horas für diesen Platz als Favoriten sehe, weil Juli (Julian Wehner, d. Red.) einfach goldene Hände hat.

Die HSV-Reserve hat viele erfolgreiche Jahre in der Gruppenliga erlebt: Ist das nicht eher die Heimat Ihrer Mannschaft, auch als Unterbau für das Hessenligateam?

Die Klasse ist natürlich die attraktivste in der Region, sportlich wie von den Zuschauern her. Ob wir mit unserer derzeitigen Mannschaft dort mithalten könnten, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier, wir bräuchten womöglich noch den ein oder anderen neuen Perspektivspieler, weil auch aus der Jugend nicht mehr so viel rauskommt wie noch zu meinen Zeiten. Fakt ist aber auch, dass wir mit Johnny Helmke einen überragenden Coach haben, der als Lehrer einfach weiß, wie er die jungen Kerle zu nehmen hat. Und Leute wie Aaron Gadermann oder Timon Falkenhahn haben noch enormes Entwicklungspotenzial.

Was wünschen Sie sich fürs Fußballjahr 2019?

Den Klassenerhalt für die Erste, der realistisch ist, weil der Mannschaft nur noch etwas Abgezocktheit fehlt. Und uns natürlich die Aufstiegsspiele zur Gruppenliga. Das wäre nochmal ein schönes Highlight für die alte Garde und würde die jungen Kerle enorm weiterbringen. / hall