B-Junioren-Gruppenliga: Beckers Unverständnis für Referee
Petersbergs Dominic Becker kann nur schwerlich mit den Entscheidung des Schiedsrichters leben. Foto: Kevin Kremer
JFV Bad Soden-Salmünster - JFV Bad Hersfeld 1:1 (0:1)
75 Minuten hat der Gastgeber das Spiel bestimmt, ohne jedoch wirklich Kapital daraus schlagen zu können, weil Chancen in Hülle und Fülle vergeben wurden. Erst der Kopfballtreffer von Lukas Hagemann nach Ecke von Dennis Felber stellte den hochverdienten Punkt sicher. Allerdings hätte Bad Hersfeld das Spiel auch schon früh vorentscheiden können. Nach Simon Henninghausens Führung (4.), hatte Tim Hartwig das 2:0 am Fuß, traf aus 18 Metern per Heber aber nur den Pfosten. "Das hätte uns wohl das Genick gebrochen", mutmaßt Erich Dietz, Trainer von Bad Soden-Salmünster, der nach dem Unentschieden mehr denn je nur auf Platz zwei oder drei schaut: "Fulda ist der Krösus der Liga. Wir wollen einen der beiden Plätze und dafür war der Punkt was wert, auch wenn drei möglich gewesen wären.
Tore: 0:1 Simon Henninghausen (4.), 1:1 Lukas Hagemann (71.).
SV Buchonia Flieden - JFV Viktoria Fulda 0:1 (0:1)
"Verdienter Sieg, aber keine gute Vorstellung", muss JFV-Trainer Max Lesser eingestehen. Den verdienten Sieg stellte Sebastian Körner sicher, als er in der 12. Minute einen Freistoß aus rund 30 Metern reinknallte. Allerdings war dieser nicht unhaltbar. Obendrein vergab Viktoria Chancen ohne Ende: Levin Baumgart derer drei, dabei eine per tollem Seitfallzieher, Vincent Drüschler deren zwei und Lukas Haas hatte auch kein Glück. Flieden wurde selten gefährdet, wenn dann nach Standards oder Kontersituation. Das Spielgeschehen hatte Fulda jederzeit im Griff.
Tor: 0:1 Sebastian Körner (12.).
JSG Künzell - JFV Gemeinde Petersberg 1:1 (0:1)
Heckenhoch ging es in der Schlussphase am Bachrainer Geisküppel her: In der 76. Minute flogen Nuretdin Saracik mit glatt Rot und Leon Koch mit einer Fünf-Minuten-Zeitstrafe vom Platz. Beide Künzeller sollen wohl ein paar unschöne Worte Richtung Schiedsrichter Matthias Gärtner (Fulda) gesagt haben. Vorrausgegangen war ein normales Foulspiel von einem Künzeller im Mittelfeld, die anschließende Freistoß-Entscheidung Gärtners soll die beiden auf die Palme gebracht haben. Doch schenkt man den Worten des Gästetrainers Dominic Becker, der auch schon vorstehende Situation erklärt hat, Glauben, dann brachte die doppelte Überzahl rein gar nichts: "Wir haben den folgenden Freistoß nach außen gespielt, in dem Moment war Schluss. Es waren auf keinen Fall 40 Minuten im zweiten Durchgang gespielt", echauffiert sich Becker, der mindestens drei Minuten Nachspielzeit erwartet hätte. "Aber ganz ehrlich, in Bachrain ist es eigentlich egal, ob du gegen neun oder gegen elf spielst", nimmt Becker das Unentschieden mit Galgenhumor.
Robin Hahner hatte den Gast nach Ecke von Jannes Ehresmann früh in Führung gebracht und bis zur 10. Minute hätte das Spiel auch schon entschieden sein können. War es aber nicht. Und so wurde das hitzige Derby immer ausgeglichener, zehn Minuten vor Schluss gelang Tim Emrulla der nicht unverdiente Ausgleich. Für Petersberg war es ein Rückschlag im Aufstiegskampf: "Definitiv. Aber man weiß ja, wie das im Fußball ist, wir können es am Mittwoch in Aulatal gleich wieder gutmachen - oder auch nicht."
Tore: 0:1 Robin Hahner (3.), 1:1 Tim Emrulla (69.).
Rote Karte: Nuretdin Saracik (76. Künzell) wegen Schiedsrichterbeleidigung.
JFV Aulatal - JSG Eitratal 6:1 (3:0)
"Die Jungs werden leider auch immer erwachsener und eigenen sich die Marotte an, nicht mehr zu machen, als unbedingt nötig", fällt JFV-Coach Volker Zettl ein klares Urteil zum Spiel, das weder Fisch noch Fleisch gewesen sei. "Ich habe nachher gesagt, dass es okay war, allerdings haben wir es nie geschafft, richtigen Dauerdruck aufzubauen. Und der Gegner war einfach zu schwach, um uns gefährlich zu werden." Die Spiele gegen Viktoria Fulda und Hünfelder Land zuvor seien hingegen deutlich besser gewesen: "Weil uns die Gegner einfach mehr gefordert haben." Für Mittwoch gegen Petersberg erwartet Zettl daher eine Leistungssteigerung.
Tore: 1:0 Jan Ullrich (11.), 2:0 Jan Ullrich (21., Foulelfmeter), 3:0 Jan Ullrich (28.), 4:0 Jan-Niklas Ziesing (46.), 5:0 Jan Ullrich (64.), 6:0 Dorian Pfaff (71.), 6:1 Pascal Fischer (72.).
VfL Lauterbach - JFV Hünfelder Land 1:5 (1:2)
Etwas konträr sind die Spielanalysen der beiden Trainer: Während JFV-Coach Martin Müller einen höheren Sieg leicht für möglich gehalten hätte, meint sein Gegenüber Koushik Biswas, dass der Gästesieg zwar verdient sei, allerdings zu hoch ausgefallen wäre. Müller untermauert seinen Standpunkt am Dreifachtorschützen Timon Falkenhahn: "Er hätte auch sechs oder sieben machen können." Biswas seinen an der Art und Weise der Gegentore: "Da waren zwei, drei viel zu einfach und unnötig." Fakt ist, dass es nach Jonas Rockels 1:2-Anschlusstreffer kurz vor der Pause, als Hünfelds Fabian Krug gerade für fünf Minuten auf die "Strafbank" geschickt worden war, kurz eng wurde: "Da war ich nicht zufrieden. Da waren wir zu lässig. Die zweite Halbzeit war dann aber wieder ganz klar", so Müller.
Tore: Jonas Rockel - Timon Falkenhahn (3), Aaron Gadermann, Eigentor David Schäfer.