Brylski: "Die Saisonziele muss man korrigieren"
Paul Brylski (rechts; hier gegen Bachrains Maurus Klüber) ist mittlerweile Spielertrainer der Johannesberger Reserve. Foto: Charlie Rolff
A-Liga Hersfeld/Rotenburg:
Nach sieben Spieltagen scheint sich schon eine echte Zwei-Klassen-Gesellschaft herauszukristallisieren: So liegen zwischen dem Neunten und Zehnten satte sechs Punkte. Zur besseren Gesellschaft zählt Aufsteiger TSV Kalkobes, der nach dem unverhofft einfachen Pokal-Finaleinzug am Sonntag (15 Uhr) beim FV Friedlos zum Verfolgerduell antreten wird. Schlechter ergeht es dem TV Braach und dem ESV Ronshausen, beide Teams gehören zu den Teams, die vornehmlich Punkte gegen den Abstieg sammeln müssen. Bereits heute Abend (19 Uhr) steigt das direkte Duell in Braach. Und auch für den morgigen Samstag ist ein Spiel terminiert: Cornberg/Rockensüß empfängt um 16 Uhr die SG Gudegrund/Konnefeld – zwei Teams aus der besseren Gesellschaft.
A-Liga Hünfeld/Hersfeld:
47 Tage wird die Liga am Sonntag alt sein und die meisten Teams haben dann bereits elf Spiele absolviert. Kirchhasels Trainer Marcel Schmitt erklärte kürzlich, dass dies den Teams mit verletzten Spielern logischerweise nicht entgegenkommt. Doch allzu sehr will auch er nicht jammern, schließlich ist die Liga ob der vielen Derbys und relativ kurzen Distanzen nach wie vor hoch attraktiv. Heute (19 Uhr) treffen beispielsweise Praforst und Mackenzell in Rückers zu einem echten Prestigeduell aufeinander. Das Hinspiel am ersten Spieltag endete trotz einer hochüberlegenen TSG "nur" 1:0 für Mackenzell, heute will allen voran der gebürtige Mackenzeller Sebastian Trapp erfolgreich Revanche nehmen. Eine halbe Stunde zuvor führt Marcel Müller die Reise mit dem Blau-Weiß Großentaft nach Roßbach – also dahin, wo er bereits seit seiner Geburt lebt.
A-Liga Fulda/Lauterbach:
Ein Spiel mitten in der Saison auf ein Wochenendtag vorzuverlegen? Das geht nur in der Miniliga, weil dort stets zwei Teams spielfrei haben. Spielfrei wären an diesem Wochenende Stockhausen/Blankenau und Lautertal gewesen, die ihr Duell vom zehnten Spieltag nun schon auf den kommenden Samstag (17.30 Uhr) gelegt haben. In Dirlammen ist zweifelsohne der Gast turmhoher Favorit, die Mannschaft von Christopher Erb hat noch keinen Punkt abgegeben. Doch Vorsicht: Lautertal spielt eine bessere Saison als noch bis zum Mai, hat sich dank sieben erspielter Punkte im Mittelfeld festgesetzt. Wie deutlich ein Trainerwechseleffekt sich auswirken kann, darf der SV Hauswurz unter Beweis stellen, der in Spiel zwei unter Michael Koch am Sonntag (15 Uhr in Landenhausen) zum Tabellenzweiten Wartenberg/Salzschlirf muss.
A-Liga Fulda/Rhön:
Zweifelsfrei steigt das Spitzenspiel am Büchenberger Almusweg: Tabellenführer Künzell II gastiert beim ärgsten Verfolger SG Büchenberg. Der Gastgeber zeigt sich in der bisherigen Saison nervenstark, konnte bereits einige enge Spiele für sich entscheiden, bis diese Stärke in der Vorwoche gegen Dietershausen/Friesenhausen in der Nachspielzeit ob des 2:2-Ausgleichstreffers einen kleine Delle erlitt. Künzell II besticht hingegen mit reinster Souveränität: Die Saisonsiege gelangen mit mindestens zwei Toren Unterschied, die letzten fünf Erfolge wurden gar mit mindestens drei Toren Differenz erspielt. Findet Büchenberg also gegen die beste Offensive (30 Tore) und beste Defensive (8 Gegentore) Mittel?
A-Liga Fulda:
Drei Punkte konnte die Verbandsliga-Reserve der SG Johannesberg bereits zwischen sich und den ersten Verfolger Edelzell/Engelhelms legen, gar fünf sind es auf den Dritten Marbach. Zu eben jener SG Marbach führt der Weg nun am Sonntag (15 Uhr) für den Primus, bei dem seit Saisonbeginn Paul Brylski das Sagen hat und sich vom Tabellenbild nicht täuschen lassen möchte, "denn wir haben in den ersten sieben Spielen auch gegen fünf Teams von ganz weit unten gespielt". Die Momentaufnahme sei zwar toll, man könne das Saisonziel auch von gesichertem Mittelfeld auf so lange wie möglich oben mitspielen anheben, aber von Kreisoberliga dürfe keine Rede sein.
Nun in Marbach steht ein echtes Topspiel an, Brylski kennt die Liga zwar noch nicht im Detail, hat aber gerade vor der SGM eine hohe Meinung: "Ein Team, das über Jahre zusammengewachsen ist, sehr eingespielt auftritt und konstant gute Leistungen bringt." Und da gerade die Offensive top sei, könne man sich auch auf ein offenes Spiel freuen. Für den 29-Jährigen ist Johannesberg II die erste Station, bislang kann er nur ins Schwärmen geraten, auch wenn er ob des jungen Alters vor Amtsantritt noch leichte Bauchschmerzen hatte. "Ich kenne den Verein in- und auswendig, die Truppe macht Spaß, die Trainingsbeteiligung ist super, es wurde mir unheimlich leicht gemacht."
A-Liga Schlüchtern:
Noch besser (31:5) ist das Torverhältnis des SV Niederzell, der Aufsteiger liegt bereits fünf Punkte vor Distelrasen an der Tabellenspitze. Ob Weichersbach am Sonntag (15 Uhr) in Niederzell die unberechenbare Offensive um Torjäger Johannes Egner (14 Tore) stoppen kann? Bester Torjäger Oberkalbachs ist Kevin Schäfer (7 Tore), dessen Team ebenfalls am Sonntag, allerdings bereits um 13 Uhr, bei der KOL-Reserve der SG Oberzell/Züntersbach gefordert sein wird. Veitsteinbach reist bereits heute (19 Uhr) zur SG Weiperz und ist dort Favorit.
Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können