Der Leader bekam gleich wieder die Binde

Fertig machen zum Jubeln: Sebastian Ebert (rechts) mit Mustafa Sarac. Foto: Florian Volk

2011 wechselte Sebastian Ebert aus Großenlüder zur Spvvg. Bimbach und schwang sich erst zum Stammspieler und dann zum Leader und unter Mario Martinez auch zum Kapitän auf. Vergangene Saison wagte er den Sprung zu FT Fulda, nun ist er zurück: Als Stammspieler, Leader, Abwehrchef und auch direkt wieder Kapitän. Und der 24-Jährige verfolgt ein klares Ziel mit der Spielvereinigung.

Als Trainer Robert Lazarevski vor der Saison zum Gespräch bat, um den Neuzugang gleich wieder als Kapitän zu installieren, war das Ebert nicht einerlei: „Ich wollte keinem das Amt wegnehmen. Als aber auch aus der Mannschaft vermehrt der Wunsch kam, wieder Kapitän zu sein, habe ich ja gesagt“, berichtet Ebert vom Zwiegespräch und geht im Team so voran, als sei er nie weg gewesen.

Apropos weg: Das eine Jahr bei den Turnern prägte Ebert durchaus, zwar hatte er durchaus damit zu kämpfen, wirklich Stammkraft zu werden, allerdings nahm er dennoch eine Menge mit: „Ich konnte taktisch viel von Trainer Romeo Andrijasevic lernen. Zwar konnte ich das meiste bei FT noch nicht umsetzen, dafür hilft‘s mir jetzt. Romeo ist eben ein extrem guter Taktiker.“

Zurück in Bimbach, galt von Beginn an die Prämisse, für die Rückkehr in die Kreisoberliga zu kämpfen. Doch nach gut der Hälfte muss resümiert werden, dass „Lauterbach durch ist“. Somit muss das primäre Ziel nun Relegation lauten - das sieht Ebert nicht anders: „Es bringt ja nichts, eine gute Saison zu spielen und am Ende Dritter zu werden, da kann sich keiner was von kaufen.“ Denn Ebert ist sich sicher, dass die Mannschaft über viele Spieler verfüge, die das Potenzial für die KOL oder sogar Gruppenliga besäßen. Daher müsse spätestens 2018 der Wiederaufstieg stehen, lieber aber schon 2017.

Das größte Problem kennt allerdings auch Ebert: Die Konkurrenz. „Die ist diese Saison wirklich stark. Ich glaube, das gerade Hauswurz alles daran setzen wird, Zweiter zu werden. Ich kenne Mario Martinez, er ist ein super Motivator und wird eine harte Vorbereitung absolvieren lassen, um gewappnet zu sein.“

Um Hauswurz, Giesel und Co. die Stirn bieten zu können, fordert Ebert vor allem, dass gegen die vermeintlichen Pflichtaufgaben nicht mehr so viele Punkte liegen gelassen werden. „Das liegt aber letztlich daran, dass wir eine sehr junge Mannschaft sind, die, wenn sie das Spiel machen muss, manchmal noch nicht die nötige Ruhe und Cleverness besitzt.“ Daran wird Bimbach arbeiten, dann kann der Rückkehrer vielleicht schon im Sommer wieder ein Aufstiegs-T-Shirt überstreifen.