Ein Oberpfälzer wird in Thalau heimisch

Matthias Schrems (am Ball) spielt seit drei Jahren in Thalau.

Matthias Schrems schoss den FSV Thalau II mit seinen drei Treffern in der Relegation fast im Alleingang in die A-Liga Fulda-Rhön. Ein Moment, den der 33-jährige Stürmer so schnell nicht vergessen wird.

Denn Schrems stand am 4. Juni diesen Jahres zweimal goldrichtig, als der Angreifer gegen Buchonia Fulda den Ball jeweils über die Linie drückte und mit seinen Treffern für den Aufstieg sorgte. "Ein unglaubliches Gefühl, gerade mit den 150 Zuschauern aus Thalau im Rücken. Nach dem Spiel brachen brachen alle Dämme. Besser ging es einfach nicht", erinnert sich Schrems, der seit drei Jahren in Thalau lebt und sich dort pudelwohl fühlt. "Ich komme gebürtig aus der Oberpfalz, bin damals aber wenig meiner Freundin nach Thalau gezogen. Inzwischen kann ich sagen, dass ich mich hier wirklich heimisch fühle", frohlockt Schrems.

Rund verlief auch der Start in die neue Saison. Das erste Ligaspiel gegen die SG Ehrenberg II konnte mit 3:1 gewonnen werden. Unter den Torschützen fand sich auch Schrems wieder. "Das ist auch gut so, schließlich will in dieser Spielzeit erneut die 20-Tore-Marke knacken", steckt sich Schrems ein persönliches Saisonziel. Mit der Mannschaft werde vorrangig der Klassenerhalt angestrebt. "Ich glaube aber, dass wir genug Potenzial in den eigenen Reihen haben, um ganz oben mitzuspielen", so der Angreifer.

Entscheidend sei die Breite im Kader. "Wir haben mit der zweiten und dritten Mannschaft 36 Spieler. Hinzu kommt, dass immer wieder mal Akteure aus dem Gruppenliga-Kader bei uns aushelfen. Überhaupt ist der Zusammenhalt im Club unsere große Stärke", lobt Schrems, der es außergewöhnlich findet, "dass ein kleiner Verein in der Rhön in der Lage ist, drei eigenständige Senioren-Mannschaften zu stellen." So wird unter den Mannschaften geholfen, wo es nur geht. Helfen wird Schrems am Wochenende aber keiner der drei Mannschaften. "Ich habe mir einen kleinen Muskelfaserriss zugezogen und werde das Wochenende erst einmal pausieren, da ich es vermeiden möchte, längerfristig zu fehlen." Verständlich, schließlich soll die 20-Tore-Marke auch in dieser Saison geknackt werden.

Kommentieren