Ernst wieder fit - aber kein Kandidat in Fulda oder Flieden
Zwar nur zwei eigene Treffer, dafür aber zahlreiche aufgelegte Tore konnte Dustin Ernst (rechts) mit den SCB-Spielern wie Dennis Müller bejubeln. Archivfoto: Charlie Rolff
"Sechs Monate Reha liegen hinter mir, in dieser Zeit habe ich jeden Morgen vier, fünf Stunden gearbeitet", verrät Ernst, der sich am 28. April des inzwischen vergangenen Jahres das vordere Kreuzband im rechten Knie riss. Besonders bitter war die Verletzung angesichts der Tatsache, dass sich der ehemalige Koblenzer erst wenige Monate zuvor von einem hinteren Kreuzbandriss im linken Knie erholt hatte.
Dennoch stand Ernst von vielen unbemerkt in den vergangenen Monaten bei der SG Barockstadt unter Vertrag. Eine Zukunft in Fulda hat der 26-Jährige aber nicht. "Es war schon im Sommer so vereinbart, dass wir getrennte Wege gehen, sobald ich wieder fit bin", erklärt Ernst, der das Geschehen bei der neuen osthessischen Großmacht aber weiter im Blick hat. "Besonders Dominik Rummel, dem König von Fulda, wünsche ich eine verletzungsfreie Rückrunde und alles Gute für die Zukunft."
Vor kurzem hat der Offensivspieler, der bei Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach und FSV Frankfurt ausgebildet wurde, sein Studium im Bereich Sportmanagement abgeschlossen, deshalb sei eine Pendelei von Wiesbaden nach Fulda ohnehin keine Option gewesen. Ebenso wenig wie ein Wechsel zum SV Buchonia Flieden, der seine Fühler ausgestreckt hatte. "Ich hatte sehr gute Gespräche mit Flieden und bin sehr angetan vom Verein. Letztlich ist die Distanz aber zu weit", so Ernst, der am Wochenende eine Entscheidung über seine Zukunft treffen möchte. Im Gespräch sind zwei Hessenligisten sowie ein Engagement bei Hassia Bingen.