Sa - 30.07. 16:00 Uhr
RP1 Hosenfeld
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Pirmin Mülot (Alsfeld)
Ex-Hosenfelder machen Freiensteinaus Tore
Freiensteinaus Sebastian Krieg und Hosenfelds Torjäger Loic Djounang lieferten sich erbitterte Duelle. Foto: Ralph Kraus
700 Zuschauer bildeten eine prächtige Kulisse für ein Derby, das die Erwartungen noch voll übertreffen sollte: Packende Zweikämpfe, sechs Tore, jede Menge weitere Tormöglichkeiten und ein Spielverlauf, der an Spannung kaum zu toppen war – das alles bot ein Duell, das zudem seine ganz eigene Geschichte schreiben sollte.
Dass die Gäste mit fünf ehemaligen Hosenfelder Spielern plus Trainer Peter Link antreten würden, das wurde im Vorfeld bereits ausführlich beleuchtet. Dass aber mit Marco Link, Niklas Schenk und Stefan Stramm drei von ihnen alle drei Freiensteinauer Tore machen würden, das gab dem Duell noch eine besondere Note.
Halbzeit Eins ging klar an Freiensteinau: Die Zwei-Tore-Führung zur Pause war vollauf verdient: Die Spieler aus dem blauen Eck waren frischer, wacher und strotzten vor Selbstvertrauen. Zwar hatte Hosenfeld nach wenigen Sekunden die erste Chance, aber ansonsten enttäuschte der Titelfavorit, der zunächst nur einfallslos mit „Langholz“ operierte.
Anders Freiensteinau, das in Kevin Stribny einen prima Vorbereiter hatte. Stribny legte die ersten beiden Tore super auf. Und es war sogar noch mehr drin: Denn einerseits verpasste Jannik Beikirch bei seiner Gelegenheit einen weiteren Treffer, ein Tor weiterer von Sebastian Krieg wurde wegen Foulspiels zurückgepfiffen.
Dass Hosenfeld vor allem offensiv aber die wohl überragende Mannschaft der Liga ist, das zeigten die Schützlinge von Rodoljub Gajic nach Wiederbeginn. Jetzt schnürte Hosenfeld den Gegner ein und drehte das Spiel. Jetzt endlich wurde schnell kombiniert und es gab jede Menge Chancen. Das Sturmduo Djounang und Rützel drehte das Spiel im Alleingang und wäre der Heber von Djounang ins Tor, anstatt an die Latte gegangen (81.), dann wäre mit dem 4:2 wohl die Messer gelesen gewesen.
Doch es passte zu diesem herrlich verrückten Spiel, dass Freiensteinau noch einmal zurückschlug. Stefan Stramm machte per Kopf das 3:3 und sein Jubel über das Tor gegen die Ex-Kollegen zeigte deutlich, mit welchem Frust Stramm Hosenfeld verlassen haben muss. Es war der einzige Ball aufs Hosenfelder Tor in der ganzen zweiten Hälfte. „Wenn das Spiel 2:2 ausgegangen wäre, dann hätte ich mich wahrscheinlich geärgert. So sind wir aber nach dem Rückstand zurückgekommen und deshalb freue ich mich riesig über den Punkt“, bilanzierte SGF-Trainer Peter Link nach dem Spiel.
Sein Gegenüber Rodoljub Gajic wunderte sich, „dass wir in der ersten Halbzeit vor allem spielerisch nichts zustande gebracht haben. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir den Sieg aus meiner Sicht absolut verdient gehabt.“
Spvgg. Hosenfeld: Jürgens; Braun, Hack, Göhringer, Reuss, Chienteu Temgo, Hack, J. Erb, Mouangue Moua, Rützel, Djounang – Gesang, Lehmann.
SGFreiensteinau: J. Sill; Meinhart, Krieg, N. Beikirch, Papsch, Schenk, J. Beikirch, S. Sill, Link, Stribny, Stramm – Klein, Karl, Schöniger.
Schiedsrichter: Pirmin Mülot (SVAlsfeld).
Zuschauer: 700.
Tore:
0:1 Marco Link (17.),
0:2 Niklas Schenk (44.),
1:2 Loic Djounang (55.),
2:2 Benedikt Rützel (66.),
3:2 Loic Djounang (76.).
3:3 Stefan Stramm (84.)
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