„Lasse mir von einzelnen Spielern nicht mein gutes Image ruinieren“

Fatih Ay (links) ist nicht mehr länger Trainer der SG Marborn.

Die SG Marborn kommt in Schlüchterns A-Liga nicht zur Ruhe und ist auf der Suche nach einem neuen Trainer. Spielertrainer Fatih Ay trat nach relativ kurzem Engagement den Rückzug an.

Das war ein Paukenschlag: Knapp 24 Stunden vor der Partie gegen die SG Rommerz erklärte Marborns Spielertrainer Fatih Ay seinen Rücktritt. „Am Ende haben wir uns einvernehmlich getrennt“, ließ Marborns Vereinschef Ralph Braun in seiner Presseerklärung die näheren Umstände offen. Ay selbst machte auf Anfrage deutlich: „Es hatte einfach keinen Sinn mehr, und ich lasse mir von einzelnen Spielern nicht mein gutes Image ruinieren.“ Der beruflich angespannte Spielertrainer zeigt sich von der Einstellung einzelner Akteure enttäuscht: „Es gab kein Feedback von der Mannschaft, und die Trainingsbeteiligung war auch schlecht. Wenn ich etwas anpacke, dann will ich auch etwas erreichen. Die Mannschaft muss den nötigen Willen zeigen. Das alles war in Marborn nicht der Fall, dann macht es auch für den Verein keinen Sinn mehr, dass ich weitermache.“ Ay betont, dass der Verein ihn in jeglicher Hinsicht unterstützt habe. Da er erfolgsorientiert arbeite, sei es jedoch besser, wenn beide Seiten getrennte Wege gingen.

Die Verantwortlichen der SG Marborn halten sich zu den Beweggründen der Trennung zurück. Sicher ist: Rumort hat es in den Reihen der SG schon länger. Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft hat von Anfang an nicht gestimmt. Beide Seiten, Trainer und Spieler, müssen an die eigene Nase fassen. Das Ziehen der Reißleine war überfällig, bleibt zu hoffen, dass der passende Übungsleiter für die in vielen Fällen überforderte und zuletzt auch verunsicherte Mannschaft schnell gefunden wird. Bis es soweit ist, wird Routinier Alexander Walter, der das Team auch beim überraschenden Erfolg über Rommerz betreute, das Training übernehmen. / khw

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