Freier steht jetzt im Tor

Thomas Freier: Auch im gestandenen Alter noch felixibel.

Einen alten Trapper kann nichts mehr erschüttern: Anders ist es nicht zu erklären, wie locker Thomas Freier mit der aktuellen Situation beim TSV Poppenhausen umgeht. Der 53-Jährige musste sich ob der aktuellen Torwartsituation selbst zwischen die Pfosten stellen und wenn es dumm läuft, dann wird der Spielertrainer auch im Derby der A-Liga Fulda/Rhön am Freitag gegen Nachbar TSV Weyhers wieder im Kasten stehen.

Am Freitagabend beim Spiel gegen den SV Welkers ist es passiert: Stammtorwart Jonas Mahr zog sich eine Gehirnerschütterung zu und musste ausgewechselt werden. Weil kein anderer Keeper zur Verfügung stand, ging Freier beim Stand von 1:1 nach 23 Minuten selbst in den Kasten und machte seine Aufgabe ordentlich. Am Ende hatte Poppenhausen 3:2 gewonnen.

"Jonas wird zwei, drei Wochen ausfallen und es ist fraglich, ob uns am Freitag gegen Weyhers Torsten Nassauer als Ersatz zur Verfügung steht, weil der dienstlich am Wochenende immer stark eingebunden ist", erklärt Freier, der seine neue Aufgabe mit Humor nimmt: "Ich mache das so ein bisschen wie Manuel Neuer als spielender Libero", sagt Freier augenzwinkernd.

Für ihn keine ganz neue Erfahrung: Freier hat sogar Erfahrung als Torwart in der Regionalliga – wenn auch nur für wenige Minuten. Als in seiner Zeit bei Borussia Fulda einst Cesar Thier verletzt vom Feld musste und sein damaligen Trainer Martin Hohmann bereits dreimal gewechselte hatte, musste Freier schon einmal für wenige Minuten in der damaligen dritten Liga dran glauben.

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