Herr und von der Burg dürfen sich beweisen

Die Neuzugänge André Herr (links) und Steven von der Burg haben von Henry Lesser eine Einsatzgarantie ausgesprochen bekommen.

Die Parallelen zum Vorjahr sind deutlich erkennbar. Wie schon in der Saison 2015/2016 trifft der TSV Lehnerz im ersten Hessenpokal-Spiel auf einen richtig guten Verbandsligisten. Doch im Gegensatz zum Spiel beim FC Ederbergland - das im Elfmeterschießen verloren wurde - möchte der TSV heute (18.30 Uhr) beim 1. FC Schwalmstadt den Einzug in die nächste Runde perfekt machen.

"Gegen Ederbergland haben wir damals zu viele Chancen zugelassen", erinnert sich Trainer Henry Lesser, dessen Team vier Tore in 90 Minuten schlucken musste. Im anschließenden Elfmeterschießen versagten Renato Tusha und Sebastian Sonnenberger die Nerven und Lehnerz verpasste den Viertelfinaleinzug. Zu den besten acht Mannschaften gehört der TSV wahrlich noch nicht - doch in eine ähnliche Richtung soll es dieses Jahr gehen.

"Wir wollen so weit kommen wie es geht. In der Hoffnung, dass wir wieder so ein Los ziehen wie damals Wehen-Wiesbaden", so Lesser. Vor zwei Jahren traf seine Elf im Viertelfinale auf den Drittligisten und musste sich erst in der Verlängerung geschlagen geben. "Die Atmosphäre war super, alles hat getobt. Alle Zuschauer standen hinter uns, da niemand so richtig an uns geglaubt hat."

Diese Momente will der TSV wieder erleben. Dennoch warnt Lesser vor dem aktuellen Gegner, dem 1. FC Schwalmstadt. "Sie sind stärker als damals, als wir in der Hessenliga gegen sie gespielt haben", spielt der 53-Jährige auf die Saison 2014/2015 an, als Lehnerz 5:0 und 2:0 gegen das abgeschlagene Schlusslicht gewinnen konnte. "Das ist mittlerweile eine ganz gute Truppe, ich schätzte, es wird ein schweres Spiel. Dazu hat der Pokal seine eigenen Gesetze."

Wie im Pokal üblich wird Lesser rotieren. So bekommen die Neuzugänge André Herr und Steven von der Burg eine Einsatzgarantie ausgesprochen. "Beide werden definitiv spielen", sagt der Trainer, der Herr gegen Borussia Fulda 90 Minuten auf der Bank gelassen und von der Burg erst eingewechselt hatte. "Das Borussen-Spiel hat extrem viel Kraft gekostet, deshalb werden wir umstellen. Der Unterschied zwischen unseren Einzelspielern ist aber nicht so groß, deswegen will ich nicht von einer A- oder B-Elf sprechen." Sicher fehlen werden Alexander Reith und Renato Tusha (Meniskuseinriss), Niklas Breunung (Schlag aufs Knie) sowie Pierre Mistretta (krank).

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