Johannes Wiegand verlässt Ehrenberg
Gestern konnte Wiegand einen Haken unter sein Bachelor-Studium der Kultur- und Sozialwissenschaften machen und ist dementsprechend auf Jobsuche, da er das Berufsfeld der „Nachhaltigen Entwicklung für Institutionen“ anstrebe, werde sich kaum eine Tür in der Region öffnen, sondern eher in einer Großstadt, auch wenn einige Bewerbungen an Adressen in Osthessen gehen werden. Dementsprechend gilt für den Hünfelder: „Der berufliche Aspekt steht jetzt einfach im Vordergrund. Ich hätte sehr gerne weitergemacht, aber letztlich sind jetzt erst einmal andere Sachen wichtiger.“
Gleichzeitig habe er für sich entschieden, sich ordentlich aus Ehrenberg verschieden zu wollen, ein Engagement als Stand-by-Spieler sei nach langer Überlegungszeit dementsprechend nicht infrage gekommen. Nach insgesamt sieben Jahren SG Ehrenberg, die er unumwunden als „geile Zeit“ bezeichnet, hätte er sich allerdings gerne einen Abschied auf dem Platz gewünscht, nach einem Anriss des vorderen Kreuzbandes und eines Knorpelschadens kommt ein Abschiedsspiel - heute oder am Samstag - noch zu früh.
Das Karriereende bedeutet der Abschied allerdings nicht: „Ich schließe nicht aus, dass ich weiterhin kicke. Noch ist aber keine Entscheidung getroffen, darüber habe ich mir auch noch keinerlei Gedanken gemacht.“ Es könne auch gut möglich sein - falls sich doch eine berufliche Tür in der Region auftut -, dass er in Osthessen bei einem neuen Verein anheuere. Das wird sich allerdings erst spät entscheiden, zunächst gilt das Hauptaugenmerk der beruflichen Karriere, letztlich natürlich auch der noch nicht gänzlich abgeschlossenen Reha und ganz am Ende der Fahnenstange spielt aktuell der Fußball eine Geige. Wiegand war nach seiner Ausbildung und ersten Seniorenschritten beim Hünfelder SV nach Ehrenberg gewechselt, nach einer Saison in der Rhön folgte ein einjähriges Engagement beim VfL Eiterfeld, anschließend ging es zurück nach Ehrenberg, wo er nun sechs Jahre am Stück seine Fußballschuhe schnürte.
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