Lotto Hessenliga
5. Spieltag


FV Bad Vilbel

2

:

1


Türk Gücü Friedberg

Anpfiff

Sa - 25.08. 15:00 Uhr

Spielstätte

RP Bad Vilbel

Zuschauer

250

Schiedsrichter

Christoffer Reimund (Zwingenberg)

Joker Knell sticht zum Vilbeler Heimdreier

Vuk Toskovic (links) ging im Wetterauer Derby in Bad Vilbel leer aus. Foto: Pedro Acebes

Im Aufsteigerduell hat der FV Bad Vilbel gegen Türk Gücü Friedberg mit 2:1 seinen ersten Heimsieg in der Hessenliga gelandet. Die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic musste im Wetterauer Derby aber bis zum Schlusspfiff mächtig zittern, bevor der dritte Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht worden war.

Während die Grün-Weißen nach dem 3:0-Sieg vor vier Wochen im "Hinspiel" schon den zweiten Sieg gegen den Kreisrivalen feierten und mit neun Punkten auf der Habenseite beruhigt in die kommenden Wochen gehen können, setzt sich Türk Gücü Friedberg mit nur einem Zähler aus fünf Partien im Tabellenkeller fest. Nur 250 Zuschauer sahen am Niddasportfeld eine spannende Partie, die mit Bad Vilbel letztlich einen verdienten Sieger fand. "Gegen eine starke Bad Vilbeler Mannschaft sind wir gut ins Spiel gekommen. Der Gegner hatte wahrscheinlich nicht seinen besten Tag. Wir haben im spielerischen Bereich gute Akzente gesehen und das war trotzdem meiner Meinung nach zu wenig, um in der Hessenliga zu bestehen. Aus dem einfachen Grund, weil es sicherlich stärkere Gegner als Bad Vilbel gibt und diese Kaliber noch auf uns zukommen", gab Friedbergs Trainer Mustafa Fil nach der Niederlage zu Protokoll.

Intensiv und leidenschaftlich stellt sich der Fußball-Anhänger ein Derby vor, bei einigen Gästeakteuren war zumindest letztere Eigenschaft nicht über die volle Spieldistanz vorhanden. Zumindest intensiv ging es in den ersten 45 Minuten auf dem Rasenplatz am Niddasportfeld zu. Bad Vilbel mit einem optischen Übergewicht, konnte die sich bietenden Chancen zunächst nicht in Tore ummünzen. Bei den Friedbergern verlor Jonatan Tesfaldet im Mittelfeld zu viele Bälle leichtfertig.

Lediglich Vuk Toskovic mit einem Freistoß sorgte für etwas Torgefahr, scheiterte aber am aufmerksamen FV-Torhüter Sadra Sememy. Kurz vor dem Pausenpfiff fasste sich Kristian Bejic aus 18 Metern ein Herz und traf resolut zum 1:0 für Bad Vilbel (45.). Mit der Führung im Rücken gingen die Brunnenstädter in den zweiten Durchgang und verpassten zunächst durch Tim Tilger den zweiten Treffer.

Knell trifft die Latte

Das rächte sich im Gegenzug, als nach einer Flanke von Kazuki Takahashi TGF-Torjäger Younes Bahssou sträflich frei gelassen wurde und dieser am zweiten Pfosten zum 1:1 locker einschob (48.). Fünf Minuten später fiel das entscheidende Tor auf der Gegenseite. Joker Lukas Knell, der in der 38. Minute für den verletzten Ajdin Maksumic gekommen war, markierte den 2:1-Endstand, nachdem die Friedberger Abwehr leicht ausgehebelt worden war. Der Rettungsversuch von Takahashi blieb erfolglos. In der Folge führten zahlreiche Fouls immer wieder zu Spielunterbrechungen, der Spielfluss wurde immer wieder gestört. Bad Vilbel verpasste es Mitte der zweiten Halbzeit, frühzeitig den Sack zuzumachen.

Die beste Chance vergab Lukas Knell, der bei einem Konter die Latte traf. Die große Schlussoffensive der Friedberger blieb aus, die Gäste bekamen den Ball in der Nachspielzeit kaum noch in den gegnerischen Strafraum. Die Hausherren suchten am Ende statt den direkten Weg zum Tor, den Weg an die Eckfahne, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Es klappte, am Ende brachte Bad Vilbel den knappen Sieg über die Zeit. "Ich appelliere an den Verein, die Ruhe zu bewahren. In den nächsten Spielen kommen Gegner auf Augenhöhe, bei denen wir punkten müssen", konstatierte Fil.

Sein Vilbeler Amtskollege Amir Mustafic fand trotz des Sieges auch kritikwürdiges: "In der ersten Halbzeit sind wir nicht so aufgetreten, wie ich mir das vorgestellt habe. Wir haben es uns selbst kompliziert gemacht statt einfach zu spielen. In der zweiten Hälfte hätte ich mir mehr Ruhe gewünscht. Wir hätten den Raum und Platz zu klareren Chancen nutzen müssen. Das haben wir nicht gut gemacht. Es hat mir auch nicht gefallen, dass wir am Ende an die Eckfahne gehen und auf Zeit spielen. Der Sieg geht aber in Ordnung."

Die Statistik:

FV Bad Vilbel: Sememy - Geh, Aslan, Grüter - Sabic, Knauer, Tilger, Emmel - Bejic (69. F.Uslu), Bauscher (89. Alik), Maksumic (38. Knell).
Türk Gücü Friedberg: Grbovic - Takahashi, Bayraktar (79. Vranesevic), Usic, Effiong - Tesfaldet, Zarges (84. Akkus Rodriguez), Erdogan, Gürsoy (66. Özalp), Toskovic - Bahssou.
Schiedsrichter: Christoffer Reimund (Zwingenberg).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Kristijan Bejic (45.), 1:1 Younes Bahssou (48.), 2:1 Lukas Knell (53.).

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