Mathiebe hat Rückkehr nicht bereut

Mitte-Kreisoberligist TSV Pilgerzell ist gut drauf: Das Team von Trainer Torsten Renz hat sich zuletzt aus dem Tabellenkeller bis ins vordere Mittelfeld nach oben gearbeitet. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch Mittelfeldspieler André Mathiebe, der sich im vergangenen Sommer nach mehreren Spielzeiten beim RSV Petersberg wieder seinem Heimatverein angeschlossen hat.

Momentan belegt der TSV Pilgerzell mit 29 Punkten aus 20 Spielen den sechsten Platz der Kreisoberliga. Ein überraschender Tabellenplatz, denn lange galt der Verein als Abstiegskandidat, der sich im Laufe der Saison vom vorletzten Tabellenplatz in die obere Hälfte der Tabelle hochgearbeitet hat. Die Bilanz der letzten vier Spiele kann sich sehen lassen: Drei Siege und ein Unentschieden kann die Mannschaft für sich verbuchen.

Über die starke Serie freut sich auch Rückkehrer André Mathiebe, der im Sommer 2016 von Petersberg zurück zum TSV gewechselt war – eine Entscheidung, die der 25-Jährige nicht bereut hat: "Hier haben wir einen ausgeglichenen Kader, sodass es nicht schlimm ist, wenn ich das eine oder andere Mal noch ausfalle. Zudem bekomme ich hier die Zeit, die ich brauche, um wieder fit zu werden“, berichtet der offensive Mittelfeldspieler.

Dass er sich wieder dem TSV angeschlossen hat, erklärt er so: "Insgesamt hatte der Wechsel zwei Gründe. Einerseits ist der Aufwand in der Verbandsliga ein ganz anderer als der in der Kreisoberliga. Andererseits hatte es natürlich seinen Reiz, wieder mit den alten Kumpels kicken und gleichzeitig mehr Spielpraxis sammeln zu können." Die Kameradschaft sei in beiden Vereinen überragend gewesen und es wäre, als wenn man "von einem Topverein zu einem anderen wechsele".

In Petersberg hatte Mathiebe im Jahr 2014 allerdings auch ein dunkles Kapitel in seiner Laufbahn erlebt: Ein Kreuzbandriss sorgte für eine Zwangspause bis zum Sommer 2015 und bereitet bis heute ab und an noch Probleme. Gerade die Zeit nach der Verletzung und der Weg zurück zum Fußball sei für ihn alles andere als leicht gewesen. "Gerade die Saison, in der wir mit Petersberg Meister geworden sind, war schwierig. Ich konnte nicht gut trainieren und habe immer wieder herbe Rückschläge erlitten. Da entsteht eben dieser gewisse Druck, so schnell wie möglich wieder einsatzbereit zu sein und mit den anderen mithalten zu können. Genau dieser Druck wurde mir mit dem Wechsel zurück zu Pilgerzell genommen."

Beim TSV konnte er bislang noch nicht in allen Partien auf dem Feld stehen, ist aber zuversichtlich, dass er mit Hilfe von Physiotherapie und eigenem Training am kommenden Sonntag gegen Gersfeld wieder auflaufen kann. In der Hinrunde konnte er immerhin schon zwölf Spiele im offensiven Mittelfeld für den TSV bestreiten und dabei vier Tore schießen. Was ihm unwahrscheinlich helfe, wieder zu alter Form zurückzufinden, sei das Mannschaftsklima: "Wir haben eine super Trainingsbeteiligung, die auf unseren klasse Teamgeist zurückzuführen ist. Es fühlt sich an, wie eine große Familie, wir sind einfach eine super Truppe und es herrscht eine enorm gute Stimmung im Team", freut sich Mathiebe.

Autor: Schülerpraktikantin Celina Lorei

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