Sechs kommen, keiner geht

Mit frischem Blut ins erste Drittel

In Reih und Glied: Michael Kajukin, Sebastian Knoth, Sportdirektor Norman Wild, Vorsitzender Sebastian Ruschke, Spielertrainer Mario Henning, Jonas Richter und Max Ruschke. Zwei Neue fehlen auf dem Bild. Foto: Verein

Dreizehn. Fünfzehn. Zwölf. So lauten die Abschluss-Platzierungen des SV Germania Kirchhasel in den abgelaufenen drei Serien. Zur kommenden Saison kündigt Spielertrainer Mario Henning an, die Ziele ambitionierter zu formulieren. Das hat auch mit viel frischem Blut im Kader des A-Ligisten zu tun, der gleich sechs neue Spieler präsentieren kann.

Als Königstransfers könnten sich die Verpflichtungen der beiden 20-jährigen Max Ruschke und Michael Kajukin erweisen. Das Duo, auch abseits des Fußballfeldes kaum getrennt voneinander zu sehen, kommt von A-Ligist Dammersbach/Nüst und gehörte dort trotz ihres junges Alters schon zu den Leistungsträgern. Ruschke gilt als einer der besten Zehner im Hünfelder Land, Kajukin besticht als Linksfuß mit hoher Geschwindigkeit. Noch aber haben beide auch die eine oder andere Flause im Kopf, wie Henning nicht verhehlen möchte: „Aber ein gewisses Maß an Geselligkeit gehört ja auch dazu, sofern die Spielvorbereitung am Samstagabend passt“, sagt Henning mit einem Augenzwinkern.

Beide würden laut Henning schon jetzt eine enge Verbindung nach Kirchhasel pflegen: Der Nüster Kajukin ist Schwager des zukünftigen Mitspielers Daniel Kretsch, der Dammersbacher Ruschke absolviert eine Ausbildung bei Kirchhasels Vorsitzendem Sebastian Ruschke als Maler, beide sind obendrein verwandt. Zu viele Vorschusslorbeeren mag Henning zwar gerade in Bezug auf Ruschke nicht verteilen wollen, gleichwohl gesteht er aber, „dass das mittelfristig schon eine richtig gute Story werden kann. Max hat einfach mächtig Potential, hat Dinge, die man in der A-Liga nicht oft sieht und ich bin total froh, dass er sich für uns entschieden hat. Angebote hatte er sicherlich genügend.“

Ebenfalls neu sind zudem drei Spieler aus der eigenen Jugend: Jonas Richter (Außenbahnspieler), Sebastian Knoth und Georg Göbel (beides Defensivspieler) sollen Qualität und Quantität bereichern. Bereits im Vorjahr hatte Henning zwei Spieler aus der eigenen Jugend, die im JFV Hünfelder Land aufgeht, hinzugewonnen. „Im Moment profitieren wir gut“, stellt er fest und ist darüber froh: „Wir verjüngen uns sukzessive. Als ich mein Traineramt angetreten bin, war die Mannschaft noch deutlich älter“, erinnert er sich. Ins Bild passt hierbei der sechste und wahrscheinlich auch letzte Neuzugang: Keeper Felix Hohmann kommt vom JFV Hünfelder Land, sein Pass lief auf den des Hünfelder SV.

Sowohl mit der Kaderplanung, das aktuelle Team bleibt geschlossen beisammen, als auch mit der vereinsinternen Entwicklung zeigt sich der 29-jährige Trainer zufrieden. Denn mit Norman Wild wurde ein Sportdirektor hinzugewonnen, der schon im Winter mit seiner Arbeit begann und auf den Verlass ist, wie Henning sagt. „Er arbeitet unfassbar akribisch. So eine Position hat gefehlt, denn nun kann man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen.“

Nun soll auch die sportliche Entwicklung auf die nächste Stufe gehoben werden: "Ich glaube nicht, dass wir uns vor Mannschaften mit deutlich höheren Ambitionen wie beispielsweise dem Rot-Weiß Burghaun verstecken müssen. Wir wollen nicht mehr rumdümpeln, sondern können sicherlich einen Platz im ersten Drittel ausgeben.“