"Mit Punktprämie und Kilometergeld lockst du keinen Spieler nach Bellings"
Die acht Abgänge im Sommer konnte Bellings einfach verkraften. "Die Spieler, die in die Gruppenliga gewechselt sind, da ist alles in Ordnung. Aber die Jungs, die ligaintern gewechselt sind, das war völlig unnötig. Da brauche ich auch nichts schönreden, das ist meine Meinung. Da reißt du dir jahrelang den Arsch auf, dass in Bellings Kreisoberliga gespielt werden und dann sowas", ärgert sich Abteilungsleiter Gerd Hergenröder noch immer über die Abgänge und will lediglich Sven Rüffer von der Kritik befreien. "Bei ihm war von Anfang an klar, dass er uns zu dieser Spielzeit verlassen wird."
So war den Verantwortlichen des FVB schon vor der Spielzeit bewusst, dass auf den Verein kein leichtes Jahr zukommt. "Unterbewusst war uns schon klar, dass es wohl nicht reichen wird. Hinzu kommt, dass derzeit alles gegen uns läuft", sagt Hergenröder und spielt auf die 0:1-Pleite vom Wochenende gegen Schweben an, als man zwei Elfmeter zugesprochen bekam, jedoch zweimal vom Punkt Nerven zeigte. Erst traf Nico Zeber nur die Latte (85.), dann schoss Kenny Heuschkel über das Tor (90+2.). "Das ist schon extrem bitter, wenn man bedenkt, dass das Schwebener Tor eine verunglückte Flanke war, für sich der Spieler schon bei der Abgabe entschuldigen wollte. Aber es passt zur aktuellen Situation."
Trotz der Tatsache, dass Bellings als einziger Kreisoberligist noch immer sieglos ist und gerade einmal drei Zähler auf dem Konto hat, haben die Verantwortlichen die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Ein Fünkchen Hoffnung haben wir noch", betont der Abteilungsleiter, der ein Aufrüsten in der Winterpause aber ausschließt. "Ohne Kohle kommt keiner. Und nur mit Punktprämie und Kilometergeld lockst du keinen Spieler nach Bellings. Da werden im Fuldaer Raum ganz andere Summen bezahlt."
Ein großes Lob spricht Hergenröder an Spielertrainer Fabian Fritz aus, der trotz der alles anderen als leichten Situation keinen Rückzieher gemacht hat. "Dafür ziehe ich meinen Hut an. An ihm liegt es gewiss nicht. Fabian macht einen tollen Job und bringt den Spielern viel bei", so Hergenröder, der hofft, die junge Mannschaft, die durchaus Potenzial und Talent besitze, im Falle des Abstieges zusammenzuhalten.
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