Nach verschluckter Zunge: Kenan Duran geht es wieder gut

Kenan Duran geht es wieder gut.

Ergebnis und Spielverlauf rückten bei der Partie zwischen Lauterbach und Hünfeld II (3:3) in den Hintergrund. Die turbulente Schlussphase mit zwei Roten Karten und insbesondere die schlimmen Szenen um VfL-Spieler Kenan Duran rückten in den Mittelpunkt. Inzwischen kann Lauterbachs Spielertrainer Denis Erovic aber Entwarnung geben.

"Kenan ist wieder fit. Im Krankenhaus wurde er geröntgt, es wurde aber nichts festgestellt", atmet Erovic durch. Dass es für Duran so glimpflich ausgehen würde, war zunächst nicht abzusehen. In der Nachspielzeit der Partie passte der 39-Jährige den Ball an der linken Außenbahn, als die Kugel schon weg war, rauschte der Hünfelder Mirajan Haydari nach den Schilderungen von Erovic in Duran hinein. Durch den Schlag auf den Brustkorb bekam der Lauterbacher keine Luft und verschluckte seine Zunge.

Auf dem Platz brach deshalb Panik aus, auch einige Zuschauer betraten das Feld, um Duran, der nahe der Seitenlinie lag, zu helfen. Eine Zuschauerin holte dem Routinier die Zunge heraus, direkt danach ging es ins Krankenhaus. Haydari sah folglich die Rote Karte, und auch der Lauterbacher Cem Güvenc musste mit Glattrot vom Feld. "Ich stand direkt daneben. Er hat zum Schiedsrichter gesagt, dass er mal nach dem Spieler schauen und hingehen muss, weil er die Partie erst nicht unterbrechen wollte", wunderte sich Erovic über den Platzverweis aufgrund Beleidigung des Referees Peter Wiederhold (Mücke).

Die Partie wurde trotzdem noch fortgesetzt, quasi mit der letzten Aktion des Spiels traf Emre Ertence nach 0:3-Rückstand noch zum Ausgleich. Eine geteilte Freude für den VfL, schließlich stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, wie es Duran ging. Auch Gegner Hünfelder SV zeigte sich betroffen. "Ich habe Kenan heute Morgen angerufen und mich nach seinem Zustand erkundigt. Das Wichtigste ist, dass es ihm wieder gut geht", so der Sportliche Leiter des HSV, Mario Rohde, der selbst nicht vor Ort war. Zu entsprechenden Konsequenzen für seinen eigenen Spieler Haydari wollte er sich entsprechend nicht äußern.

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