Ruhl: "Es wird keine Kaffeefahrt, dafür ist Schwalmstadt auch zu weit weg"
Mit dem Klassenerhalt in der Tasche reist Hessenligist SV Buchonia Flieden ganz entspannt am Samstag (15 Uhr) zum Schlusslicht nach Schwalmstadt.
Doch verschenken möchten die Buchonen keineswegs etwas. „Das wird definitiv keine Kaffeefahrt, dafür ist Schwalmstadt auch viel zu weit weg“, verdeutlicht Abwehrspieler Sebastian Ruhl, der betont: „Für uns zählt nur ein Sieg, alles andere wäre eine Blamage. Schließlich hat Schwalmstadt auch erst sechs Punkte geholt. Wir gehen voll fokussiert in diese Begegnung.“
Auch beim Tabellenschlusslicht wird der gelernte Innenverteidiger wohl wieder auf der rechten Defensivseite auflaufen. Eine Position, an die sich Ruhl erst gewöhnen musste. „Vor allem die erste Begegnung war für mich ungewohnt. Inzwischen fühle ich mich aber überraschend wohl hinten rechts, auch weil ich mehr im Spiel nach vorne machen kann. Ich glaube, es läuft auch gar nicht so schlecht für mich“, so der 30-Jährige, der erstmals am 7. März gegen Rot-Weiß Darmstadt (4:2) als Außenverteidiger eingesetzt wurde und seitdem von dieser Position nicht mehr wegzudenken ist.
Doch auch für das Team läuft es mehr ordentlich. War die
Buchonia vor der Winterpause noch zu den Abstiegskandidaten gezählt worden, so
hat Flieden – auch durch den Rückzug der U 21 von Wehen Wiesbaden zum Saisonende
– den Klassenerhalt bereits in der Tasche und könnte sogar noch Sechster
werden.
„Wir sind punktgleich mit dem Tabellensiebten Eschborn, haben
allerdings ein Spiel weniger. Außerdem wird Wehen Wiesbaden zum Saisonende an
das Ende der Liga gesetzt, sodass Rang sechs nicht unrealistisch ist, sofern
wir unsere Punkte holen. Das wäre schon ein super Abschied für unseren Trainer
Martin Hohmann. In der Winterpause hätte uns das ganz sicher niemand zugetraut“,
sagt der Ex-Regionalligaspieler, der einst in Hünfeld unter Hohmann seine
ersten Schritt im Seniorenbereich machte.