Sa - 03.10. 15:00 Uhr
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Rummel-Ersatz erst draußen, dann sofort da
Kemal Sarvan (links) war nach seiner Einwechslung schon mit der ersten Ballberührung erfolgreich. Foto: Charlie Rolff
Die vakante Position im Sturmzentrum besetzte statt Top-Torjäger Dominik Rummel (Handbruch) in Andre Vogt der wohl universell einsetzbarste Spieler des TSV. Für Vogt rückte Christian Eckerlin nach überstandener Grippe wieder in die Starelf. Turnusgemäß rückte Benedikt Kaiser wieder für Aykut Bayar zwischen die Pfosten, dazu rückte Niklas Breunung für den grippegeschwächten Kemal Sarvan auf die "Sechs".
Doch schon nach einer Viertelstunde war das taktische Konzept über den Haufen geworfen, weil Eckerlin nach einem Zweikampf mit Hamza Boutakhrit - bei dem es unberechtigterweise Elfmeter für Lehnerz gab, den Patrick Schaaf daneben setzte - raus musste. Sarvan kam rein, übernahm die Position im Sturmzentrum und traf sofort mit dem ersten Ballkontakt, als er eine tolle Einzelleistung Pierre Mistrettas krönte (18.). Die Führung war überfällig, weil schon Sebastian Sonnenberger (4.) und Schaaf (8.) am glänzend parierenden Jens Westenberger gescheitert waren. Und sie hätte bereits zur Pause deutlcher ausfallen müssen, allerdings waren Sarvans (25.) und Schaafs (32.) Schussversuche nicht genau genug.
Für klare Verhältnisse sorgten die Alzenauer selbst, weil sich Kapitän Michael Ulbricht nicht im Griff hatte, ein paar böse Worte verlauten ließ, deswegen glatt Rot sah und der daraus resultierende Freistoß durch Schaaf auch noch abgefälscht den Weg ins Tor fand (59.). Nach einem normalen Zweikampf zwischen Sarvan und Ulbricht wäre das Spiel eigentlich weitergelaufen. Bei Alzenau passte die Rote Karte ins Bild, schließlich fehlten gegen Lehnerz schon sage und schreibe sieben Stammkräfte, sodass Trainer Jochen Seitz sogar selbst auf der Bank Platz nahm und kurioserweise schon vor der Pause Gelb sah, kurz vor Schluss erneut seinen Mund nicht hielt und dementsprechend die Ampelkarte von Schiedsrichter Marco Unholzer vor die Nase gehalten bekam.
Nach Schaafs Treffer hatte Lehnerz dann einfaches Spiel, hätte noch richtig was für das Torverhältnis machen können, war aber viel zu verspielt im Abschluss. Kaiser musste hingegen im gesamten Spiel nicht einmal zugreifen, denn beim Anschlusstreffer durch Nico Koukalias war er chancenlos (87.). Eng wurde es aber auch danach nicht mehr. "Wir haben das Spiel über die komplette Spielzeit unter Kontrolle gehabt, müssen uns am Ende aber auch mehr konzentrieren", konstatierte TSV-Kapitän Patrick Schaaf, will trotz des fünften Siegs in Serie die Bäume nicht in die Höhe wachsen lassen: "Wir tun gut daran, die Ziele nicht zu hoch anzusetzen, und es sind auch einfach erst elf Spiele gespielt."
Alzenau: Westenberger - Boutakhrit (70. Thalmann), Bartel, Ulbricht, Schielein - Tautorat, Alexander (63. Dauber) - Beinenz, Fritscher, Koukalis - Kresovic (79. Wissel).
Lehnerz: Kaiser - Kress, Sonnenberger, Bartel - Breunung - Lesser (60. Wollny), Schaaf, Eckerlin (16. Sarvan) - Mistretta, Tusha (79. Jordan) - Vogt.
Schiedsrichter: Marco Unholzer (VfL Birkenau).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Kemal Sarvan (18.), 0:2 Patrick Schaaf (59.), 1:2 Nico Koukalias (87.).
Rote Karte: Michael Ulbricht (Alzenau) wegen Beleidigung (57.).
Gelb-Rote Karte: Trainer Jochen Seitz (Alzenau) als Ersatzspieler (88.).
Verschossener Foulelfmeter: Patrick Schaaf (Lehnerz) - daneben (13.).
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