Verbandsliga? "Unbedingt gerne!"
Fünf Tore in elf Spielen: Seit wann schießt du eigentlich Tore, Leon?
Ich bin selbst verwundert darüber, dass es so gut läuft, werde mich aber bestimmt nicht darüber beklagen (lacht). Zuletzt müsste ich in der B-Jugend in Hofbieber so viele Tore in einer Saison geschossen haben. Aktuell profitiere ich einfach von der Position im zentralen Mittelfeld. Da habe ich viele Freiräume, kann die Lücken schließen und meinen Offensivdrang ausleben. So kommt es auch, dass ich immer wieder an gefährlichen Aktionen beteiligt bin. Es hätten durchaus schon noch ein paar Tore mehr sein können, allerdings habe ich auch schon einige Chancen versiebt.
Du hast es selbst schon angesprochen: In Lehnerz sowie in Hofbieber hast du jahrelang Außen- oder Innenverteidiger gespielt. Wer kam auf die Idee, dich ins Mittelfeld zu schieben?
Die Trainer Andi (Bug, Anm. d. Red.) und Robby (Robert Schorstein, Anm. d. Red.) haben mich am Anfang gefragt, auf welcher Position ich mich sehe. Als ich gesagt habe "auf den Außen" hat Robby mich gefragt, ob ich mir auch wirklich sicher sei - und das war ich zu dem Zeitpunkt auch noch. Dann hat er mich gegen Burghaun auf die Sechs gestellt und ich habe gleich ein Tor erzielt. Gegen Bronnzell durfte ich aber wieder als Außenverteidiger heran und das Spiel war eine absolute Katastrophe für mich. Jetzt weiß ich: Ich bin wirklich ein zentraler Mittelfeldspieler und kann mir aktuell nichts besseres vorstellen.
Die Sechs ist nicht die einzige Position, die du in dieser Spielzeit neu ausprobiert hast ...
Ich habe auch schon auf der Zehn gespielt und wurde als falsche Neun aufgestellt. Wobei ich den Stürmer in mir wohl nicht mehr entdecken werde. Vor dem Tor bin ich einfach zu nervös und in Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem Torwart geht mir einfach die Düse (lacht). Außer ich habe den Ball auf links liegen, der ist dank Andi Bug meiner neuer starker Fuß. Da mache ich sie alle (lacht).
Du spielst seit Sommer in Ehrenberg. Wie gefällt es dir?
Richtig, richtig gut. Die Integration in die neue Mannschaft hätte nicht leichter sein können, auch weil ich einige Spieler schon vorher privat kannte. Überhaupt bin ich wirklich glücklich, diesen Schritt gewählt zu haben. Wir haben ein überragend geiles Team mit einem geilem Trainergespann. Die Chemie passt einfach zu 1007 Prozent.
Ihr steht derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Was traust du dir und deiner Mannschaft in dieser Spielzeit zu?
Sehr viel. Unser Ziel ist es zunächst einmal, bis zur Winterpause kein Spiel mehr zu verlieren. Es wäre schon sehr stark, wenn wir Platz drei aus dem Vorjahr verbessern könnten. Es hätte niemand was dagegen, wenn wir aufsteigen oder die Relegation erreichen würden.
Mit Lehnerz II hast du in der Verbandsliga auch schon erste Erfahrungen sammeln könnte.
Ich will unbedingt gerne in die Liga zurück. In Lehnerz habe ich damals nicht viel und auch nicht überragend gespielt, da will ich mir selbst schon gerne beweisen, ob ich diese Klasse spielen könnte. Und ich glaube auch, dass unsere Mannschaft das Potenzial für die Verbandsliga besitzt. Das Team entwickelt sich stetig weiter und wir haben eine überragende Mannschaft, wenn alle Spieler an Bord sind.
In die Verbandsliga für ein Verein wie Ehrenberg überhaupt lukrativ?
Klar, wieso auch nicht? Auch in der Verbandsliga gibt es noch genug Derbys. Zwar hättest du weitere Strecken zu den Auswärtsspielen, aber das wäre auch nicht weiter schlimm.
Wen siehst du als ärgsten Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft? Derzeit deutet alles auf einen Vierkampf zwischen Petersberg, Bronnzell, Eichenzell und Ehrenberg hin.
Das ist wirklich schwer zu sagen. Alle Teams geben sich nicht nicht viel. Sie sind zwar alle sehr gut besetzt, aber eben nicht herausragend. Welche Mannschaft die Stärkste ist, kann ich gar nicht sagen. Ich glaube, es wird auf die Tagesform in den direkten Duellen ankommen.
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