Kevin Muth will vorangehen
"Was haben wir wieder falsch gemacht?"
Kevin Muth (rechts) hat die Hoffnung auf die Play-Offs mit Horas noch nicht aufgegeben. Foto: Max Dellemann
„Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein Sprichwort, das bei mir zählt, und ich habe den Jungs gesagt, dass rechnerisch noch alles möglich ist. Die Chance ist nicht groß, aber ich gebe erst auf, wenn sie bei Minus null Prozent ist.“ Der Angreifer gibt sich also weiter kämpferisch, obwohl Horas mit Blick auf die Play-Offs mit dem Rücken zur Wand steht. Der Sieg von Aulatal und die gleichzeitige 1:2-Niederlage bei Eiterfeld/Leimbach haben die Ausgangslage erheblich erschwert.
Mit der Auswärtspartie beim Hünfelder SV II am Sonntag steht Muth und Co. in zweierlei Hinsicht ein Endspiel bevor. Bei einer weiteren Niederlage wären die Play-Offs wohl auch rechnerisch nicht mehr zu erreichen, zudem droht gleichzeitig Punktverlust für die Play-Down-Runde. „Jeder kann die Tabelle lesen. Das wird ein knallhartes Spiel. Wir wollen uns endlich belohnen für die lang anhaltende Misere“, sagt Muth. Fünf Niederlagen in Serie kassierte Horas, musste viele verletzte Kräfte ersetzen. „Seit dem ersten Spieltag fehlen uns sieben oder acht Spieler. Das ist kein Geschwafel. Und das kann man in der Gruppenliga gegen Eiterfeld oder Bronnzell nicht mehr kompensieren.“
Gegen Eiterfeld musste Muth in der Verteidigung ran. Tim Seitz, eigentlich Torhüter, wurde als Feldspieler eingewechselt. „Nach dem Spiel guckt man in Gesichter und fragt sich selber, was man wieder falsch gemacht hat und warum es gerade so gegen uns läuft“, sagt der 27-Jährige, der viele Gespräche mit seinen jüngeren Mitspielern führt. „Auch Claudius Eckard macht das super und geht voran, telefoniert mit den Mitspielern. Viele Spieler haben eine solche Situation in ihrem Leben noch nicht durchgemacht.“
Muth will in diesen Wochen vorangehen, hat als Spieler des SC Wiesen gegen den Abstieg gespielt. Leidenschaft, Emotionen und Kampfgeist sind gefragt. Wörter, mit denen Kevin Muth Horas’ Auftritt in Eiterfeld beschreibt. „Geht das Spiel fünf Minuten länger, machen wir das 2:2. Spielen wir so wieder am Sonntag, ziehen wir das für uns“, ist sich der Stürmer sicher. Dann wäre die Chance auf die Play-Offs noch nicht bei Minus null Prozent.