Derby in Rückers
Wiegand: "Müssen sie ins Laufen kommen lassen"
Praforsts Spielertrainer Steffen Wiegand (rechts, hier neben Hünfelds Betreuer Andreas Steinmetz im Rahmen der Stadtmeisterschaften) freut sich aufs Derby. Foto: Siggi Larbig
Im April 2010, als die Michelsrombacher mit einem 1:0-Erfolg in Sargenzell unaufhaltsam Richtung Titel in der A-Liga Hünfeld/Hersfeld marschierten, gab es das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Spielgemeinschaften. Knistert es vor dem ersten Derby nach so langer Zeit?
Definitiv. Wir freuen uns vor allem, dass wir jetzt endlich unser erstes Derby in dieser Saison vor der Brust haben, dazu ist in Sargenzell noch Kirmes. Die Voraussetzungen könnten besser nicht sein. Das Duell mit Michelsrombach/Rudolphshan hat es ewig nicht mehr gegeben, entsprechend sehen wir mal, wie viel Rivalität da noch vorhanden ist. Für die Leute in der Praforst ist normalerweise das Spiel gegen Dammersbach/Nüst Derby Nummer eins. Ich persönlich freue mich auf meinen früheren Steinbacher Weggefährten Marcel Müller, mit dem ich mich ganz oft über WhatsApp austausche.
Nach einem Stotterstart mit drei Spielen ohne Sieg hat Praforst Fahrt aufgenommen: Wie bewertest Du den Beginn der Saison?
Mittlerweile sind wir tabellarisch dort angekommen, wo wir uns vor der Saison gesehen hatten. In den ersten drei Spielen ging uns noch die Konstanz ab, durch das 8:0 gegen Schlitzerland II am vierten Spieltag konnten wir uns etwas freischwimmen.
Was für ein Spiel erwartest Du gegen Michelsrombach/Rudolphshan?
Die Tabelle zeigt ja schon, wie eng die Liga derzeit ist. Wir müssen neben unseren spielerischen Attributen auch kämpferisch alles reinwerfen. Die Michelsrombacher haben gerade defensiv viel Erfahrung in ihren Reihen und werden die Räume eng halten, ein Michael Rübe hat ein super Stellungsspiel – umso mehr müssen wir sie ins Laufen kommen lassen.
Die Praforster sind im vierten Jahr hintereinander in einer anderen A-Liga-Staffel untergekommen. Betrachtet man diese Tatsache in Sargenzell und Rückers mit Galgenhumor oder kann der Verein angesichts der Derbys damit leben?
Nun, dadurch, dass wir aus Hünfeld nicht allein reingerutscht sind, ist das in dieser Saison noch relativ erträglich. Mir persönlich hat es in Fulda vergangene Saison auch viel Spaß gemacht, weil dort etwas mehr Wert aufs Spielerisch gelegt worden war. Mal sehen, was nächste Saison kommt (lacht, Anm. d. Red.).
Welche Perspektive hat die SG Praforst?
Der Vorstand leistet hier super Arbeit, mit Loris Isberner und Florian Völker haben wir uns super verstärkt, im Kader steckt richtig Potenzial. Ilbeshausen und Nüsttal haben wohl noch etwas mehr Qualität, doch unser Anspruch ist es schon, ob reinzuschnuppern.