"Wir werden jede Woche mit der Gruppenliga gemessen"

Torgranate-Redakteur Steffen Kollmann (links) bei einem Glühwein mit Lütters Kevin Muth. Foto: Tobias Konrad

Es hätte ein perfektes Fußballjahr 2018 für Kevin Muth werden können. Der Fan des SV Darmstadt 98 konnte den Klassenerhalt seines Lieblingsclubs in der zweiten Liga bejubeln, als Trainer der A-Junioren von Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach in die Verbandsliga aufsteigen und als Spieler mit Lütter an der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga teilnehmen. An Letztgenanntes erinnert sich der 24-jährige Wiesener "auf einen Glühwein" aber nur ungern zurück.

Klassenerhalt, Aufstieg oder Drama in der Relegation - was bleibt beim Blick auf 2018 am meisten hängen?

Als Fußballer ist natürlich der verpasste Aufstieg mit der TSG Lütter hängengeblieben. Wenn man aber mit etwas Abstand darüber nachdenkt, realisiert man schon, dass wir eine geile Runde gespielt haben. Ich bin ja erst vor der Saison von Wiesen nach Lütter gewechselt und habe mich schnell dort zurechtgefunden. Letztlich haben wir in der Aufstiegsrunde ein Tor zu wenig geschossen, um in die Gruppenliga aufzusteigen, das war sehr bitter. Aber es hat mich natürlich gefreut, als Trainer mit meinem Kollegen Thomas Uth Gruppenliga-Meister zu werden und mit einem kleinen Club wie Nüsttal in die Verbandsliga aufzusteigen.

Nach der Umgruppierung in der Kreisoberliga Mitte scheint es schwieriger, noch auf dem zweiten Platz zu landen. Spielt ihr in dieser Saison einfach in der falschen Liga?

Das ist nicht die falsche, sondern die genau richtige Liga. Wir können uns nur weiterentwickeln, es gibt in der Klasse so viele Mannschaften, die schon in der Gruppenliga gespielt haben, sei es Müs, Hofbieber, Hünfeld II oder Bachrain. Wir werden quasi jede Woche mit der Gruppenliga gemessen. Zur fußballerischen Weiterentwicklung ist das für uns optimal.

Was ist noch drin für die TSG in dieser Saison? Und was willst du mit Nüsttal erreichen, nachdem zur Winterpause ein toller sechster Rang zu Buche steht?

Mit Lütter hatten wir bislang enormes Verletzungspech. Wenn einige der verletzten Spieler in der entscheidenden Saisonphase noch zurückkommen, können wir noch einiges erreichen. Platz zwei haben wir noch im Auge. Ich gebe erst dann auf, wenn rechnerisch nichts mehr möglich ist. Für den zweiten Rang kämpfen wir, dazu wollen wir da sein, sofern der Tabellenerste Müs schwächelt. Mit Nüsttal wollen wir noch ein bisschen die Big Guys ärgern und eine befreite Rückrunde spielen. Vielleicht können wir noch in die Top fünf reinkommen, wobei die Priorität klar auf dem Klassenerhalt liegt.

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