A-Liga
Wolf ist jetzt ein Wolf
Im September bestritt Kallée sein bislang letztes Pflichtspiel, bevor ihn eine Entzündung des Sprunggelenks von jetzt auf gleich außer Gefecht setzen sollte. Fortan suchte er viel Rat bei Ärzten, ließ sich die dick zugeschwollenen Sprunggelenke eingipsen und konnte, ohne wirklich zu wissen woher die Entzündung eigentlich hergerührt hatte, im Januar wieder laufen. Danach arbeitete er auf sein Comeback hin, das zum Saisonstart erfolgen soll. „Nicht einfach war das“, sagt der 40-Jährige im Rückblick und erinnert sich an Zeiten beim Hünfelder SV zurück, als er monatelang ohne genaue Diagnose ausfiel und schon damals allen Zweifeln und Zweiflern zum Trotz auf sein Comeback hinarbeitete.
Jetzt steht diesem nichts mehr im Wege. Außer natürlich Corona. Apropos: Legt man die am Koeffizientenregelung zu Grunde, ist sein Team in der abgelaufenen Saison Zweiter geworden und scheitert somit ganz knapp am Aufstieg. Die SG Gudegrund/Konnefeld als Zweiter der Parallelstaffel weist den leicht besseren Punkteschnitt auf. Für Kallée kein Problem. „Ganz ehrlich? Ein Aufstieg per Mail wäre nicht das gewesen, was ich mir vorstelle. Auch halte ich nichts davon, wenn sich Mannschaften in einen Aufstieg klagen wollen. Aber natürlich würde ich mich der Meinung meines Vereins anschließen“
Charakter durch Absage unter Beweis gestellt
Viel lieber will Kallée sportliche Erfolge auch auf dem Platz besiegeln. Vielleicht in der kommenden Saison? Darauf will der Familienvater nicht im Detail eingehen. Zu viele Unbekannte würden noch lauern, auch hinsichtlich Ligaaufteilung und Konkurrenz. Mit Wolf und Wingenfeld wird sein Team allerdings noch einmal an Qualität zulegen. „Benny kenne ich noch aus Zeiten in Niederaula, als ich Spieler gewesen bin und er als junger Kerl bei uns zugeschaut hat. Er war direkt angetan, hat aber auch schon gesagt, dass er nicht permanent zur Verfügung stehen kann.“ Wolf, Typ Spielmacher, bringt genau wie Wingenfeld Kreisoberliga-Erfahrung mit ins Wolfsrudel.
Bei Defensivspieler Wingenfeld plaudert Kallée aus dem Nähkästchen: „Er ist sportlich und menschlich eine top Verpflichtung, weil er seinen Charakter schon einmal unter Beweis gestellt hatte, als er sich gegen uns und für Rasdorf entschieden hat. Sowas erfährt man heute leider oft genug erst aus der Presse, er hat mir seine Entscheidung persönlich erklärt und deswegen bin ich umso mehr froh, dass es diesmal geklappt hat.“