Heute vor ...
Zusatzeinheiten selbst im Moment des Erfolgs
Sebastian Kress (rechts) gestattete Kapitän Kevin Steudter einen großen Schluck. Foto: Ottmar Schleich
Heute vor sieben Jahren hat der TSVLehnerz durch ein 4:0 gegen Weidenhausen den Hessenliga-Aufstieg geschafft. Können Sie sich noch an die Meisterfeier erinnern?
In dieser Saison sind wir mit allen drei Seniorenteams aufgestiegen, da gab es einige Anlässe zum Feiern. Nie vergessen werde ich den Auftritt der Mambo KingX am Sportplatz. Ansonsten gab es sicherlich Kollegen, die mehr unterwegs waren als ich – die sind teilweise tagelang durch die Stadt gezogen.
Zwei Jahre vor dem Aufstieg sind Sie nach Lehnerz gewechselt, in der ersten Saison scheiterte der Club noch in der Relegation. War es absehbar, dass auf dieses Negativerlebnis eine solche Rekordsaison folgen könnte?
In meiner ersten Spielzeit lief schon viel in die richtige Richtung, wenngleich die Relegation – auch aufgrund von Ausfällen – unglücklich verlief. Aber wir sind gestärkt aus dieser Situation herausgekommen und konnten im Sommer mit einigen Neuerungen den Grundstein legen. Henry Lesser, der uns mit seinem Herzblut gerade taktisch viel weitergebracht hat, hat ein neues Trainerteam inklusive Physiotherapeutem gebildet. Dahinter stand mit Martin Geisendörfer ein Macher, der Bestandteil des Teams und stetiger Ansprechpartner war. Es wurde clever eingekauft. Wir hatten eine gute Mischung aus altbekannten und neuen, jungen Spielern, die alle aus der Region kamen und so über Jahre eine entscheidende Rolle spielen konnten. Dazu hatte die Mannschaft den unbedingten Willen, in die Hessenliga hoch zu wollen. Selbst als sich die Meisterschaft immer mehr angedeutet hat, haben wir extra Trainingseinheiten einberufen, um uns bestmöglich auf die Hessenliga vorzubereiten. In den Jahren danach zeigte sich ja, dass der Weg stets nach oben ging. Und wir wollten schaffen, was kaum jemandem gelingt: Wir wollten in der ganzen Saison ohne Niederlage bleiben.
Der TSVwurde 2018 nach dem Zusammenschluss mit Borussia Fulda zur SGBarockstadt umbenannt. Mit Ihnen, David Schwarz, Jan Schäfer, Timo Lofink, Alexander Scholz und Betreuer Veit Abig haben zahlreiche Beteiligte den Weg zu FTFulda gefunden, mit Jan-Henrik Wolf ein weiterer hinzu. Wie kommt das?
Teil des Erfolgsgeheimnisses war es, dass sich die Mannschaft auch neben dem Platz extrem gut verstanden hat. Obwohl die Spieler teils aus verschiedenen Generationen stammen, gab es einen enormen Zusammenhalt. Bei FTFulda haben wir nun ein besonderes Vereinsleben gefunden, was ich so noch nicht kennengelernt habe.