Allerletztes Aufgebot unterstreicht positive Entwicklung
Leon Pomnitz und die SG Barockstadt mussten eine ärgerliche Niederlage beim Bahlinger SC hinnehmen. © Claus G. Stoll
Wer Fuldas Innenverteidiger Eric Ganime, den unverschuldeten Unglücksraben der 0:1-Niederlage in Bahlingen, noch am Vormittag vor dem Spiel am Frühstückstisch des Teamhotels sah, hätte viel Geld darauf verwetten können, dass der 26-jährige Brasilianer wenige Stunden später nicht auflaufen würde. Eine Gastritis hatte ihn einige Tage außer Kraft gesetzt, er hatte mehrere Kilogramm abgenommen und an feste Nahrung war kaum zu denken.
Regionalliga: SG Barockstadt mit dem allerletzten Aufgebot
Doch Ganime stand 90 Minuten seinen Mann, auch weil Gören die Alternativen ausgingen. Beide Stamm-Innenverteidiger, Aaron Frey und Marius Grösch, fehlten krank beziehungsweise verletzt. Auch Kapitän Patrick Schaaf musste gesperrt in der Heimat bleiben. Weil zusätzlich Tobias Göbel, Jean Luca Trabert, Sebastian Schmitt, Marius Löbig und Jannik Horz fehlten, musste Trainer Sedat Gören in der Aufstellung improvisieren. Spielte ein 4-2-3-1 statt dem gewohnten 4-1-4-1 und ermöglichte Milian Habermehl an Ganimes Seite dessen Startelf-Debüt.
Und die SG Barockstadt verstand es dennoch, dem Spiel über weite Strecke ihren Stempel aufzudrücken, hatte im Gegensatz zu den Gastgebern eine Handvoll klare Torabschlüsse und arrangierte sich zudem besser mit dem tiefen Geläuf sowie den extremen Windverhältnissen.
Umso ärgerlicher schien das Endergebnis im vorletzten Hinrundenspiel mit Blick auf die Tabelle. Schließlich war die SGB dem Dreier allein durch Moritz Reinhards (44.) und Marius Köhls (48.) Großchancen nahe und dieser hätte dafür sorgen können, die Hinrunde nur drei Punkte hinter Herbstmeister Stuttgarter Kickers abzuschließen. Dennoch dürfen Gören und Co. eine positive Entwicklung konstatieren.


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