Die Neuen scheinen auch dieses Jahr zu passen
Ein Bild mit Symbolcharakter: Die SG Barockstadt um Trainer Sedat Gören (rechts) will auch in der am Samstag startenden Saison als Team funktionieren und baut vor allem auf das „Wir-Gefühl“. © Charlie Rolff
„ Villingen ist Meister der Oberliga Baden-Württemberg und die Teams, die aus dieser Liga nach oben kommen, sind meistens richtig gute Aufsteiger. Sie werden mit viel Euphorie kommen, haben sich gut verstärkt. Mehr muss man nicht sagen“, äußert sich Fuldas Kapitän Patrick Schaaf vor dem Auftaktspiel gegen eine Mannschaft, die vor allem über ihre Kompaktheit kommen wird. Berühmtester Name beim FC 08 ist Karlo Kuranyi. Der 18-jährige Stürmer ist Sohn von Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi, der gleichzeitig auch sein Berater ist. Kuranyi junior ist vom VfB Stuttgart ausgeliehen, um in Villingen Spielpraxis zu sammeln.
Mit solchen Personalien beschäftigt sich Patrick Schaaf nicht. Er schaut lieber auf die eigenen Waffen. „Wir hatten eine gute Vorbereitung, haben in allen Testspielen überzeugt, wissen aber ganz genau, dass das alles nichts mehr zählt. Im ersten Punktspiel musst du funktionieren. Alles andere ist ab sofort Geschichte.“
SG Barockstadt: Regionalligasaison startet gegen FC Villingen
Auf gestandene Spieler wie Clint Essers oder Kevin Hillmann muss Barockstadt verletzungsbedingt verzichten. Dafür kehren andere wieder zurück. So wie beispielsweise Marius Grösch : Seit April 2023 quälte sich der 30-Jährige durch eine Verletzung, bestritt vergangene Saison nur zwei Spiele über 90 Minuten, kam insgesamt nur auf 450 Minuten Einsatzzeit. „Der Kopf ist frei, das Bein top. Ich habe die freie Zeit und die Vorbereitung gut genutzt und bin wieder fit“, gibt Grösch grünes Licht.
SG Barockstadt: „Wir-Gefühl“ für gute Saison in der Regionalliga
Sein Eindruck vom Team: „Die Verantwortlichen haben auch dieses Jahr wieder ein super Händchen in Sachen Neuzugängen bewiesen. Wir haben uns sportlich verstärkt und menschlich passt es perfekt“, hat Grösch ein gutes Gefühl vor dem Start. „Auch weil das gesamte Stellungsspiel schon gut passt. Wir sind stark in der Balleroberung, spielen uns viele Chancen heraus und stehen defensiv richtig gut – was ganz vorne anfängt.“
Grösch und Schaaf sind sich einig, dass die Stärke der SG Barockstadt auch dieses Jahr wieder über das „Wir-Gefühl“ kommen muss. Schaaf zu den Saisonzielen: „Es geht darum, dass wir den nächsten Schritt nach vorne machen. Rein tabellarisch wäre das, am Ende besser als Platz sieben dazustehen. Auf dem Platz wollen wir noch mehr Dominanz haben und über die Grundlagen in der Defensive das Spiel nach vorne verfeinern.“ Der Kapitän nennt mit den Stuttgarter Kickers, dem FC Homburg und Kickers Offenbach die üblichen Verdächtigen im Hinblick auf den Meisterkampf. „Dazu kommt noch eine Bundesliganachwuchs- und bestimmt auch eine Überraschungsmannschaft.“ Ob das vielleicht der erste Gegner Villingen sein könnte?

