Habaqza hatte den Ausgleich auf dem Fuß - Fotostrecke

Buchonia unterliegt Watzenborn-Steinberg 2:4 (1:1)

15. August 2015, 18:40 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Trotz starkem Beginn unterliegt Hessenligist Buchonia Flieden in seinem ersten Heimspiel der Saison gegen Aufsteiger Watzenborn-Steinberg mit 2:4 (1:1).

Dabei erwischte das Team aus dem Königreich einen Start nach Maß und ging bereits in Minute fünf in Führung: Filip Osman servierte einen Eckball genau auf den Kopf von Julian Ankert, der den Ball aus sechs, sieben Metern in die Maschen wuchtete und den 1:0-Führungstreffer erzielte. "Wir haben sehr gut angefangen, nach dem Tor aber leider den Faden verloren. Das hat mir nicht gut gefallen", ärgerte sich Buchonen-Coach Meik Voll.

Bitter war der Ausgleichstreffer in Minute 36: Watzenborn-Steinberg führte einen Freistoß kurz aus, Michael Bodnar spielte einen Flugball auf den Kopf von Raffael Szymanski, der Louis Goncalves einsetzte und zum 1:1 einnetzte. "Es gab die klare Vorgabe, dass Szymanski bei Standards gedoppelt wird", war Voll angefressen, der vor allem mit der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft nicht zufrieden war. "In Lohfelden haben wir sicherlich überrascht, heute eher enttäuscht", gab der 40-Jährige offen zu.

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst relativ wenig, erst in der 77. Minute wurde es richtig gefährlich. Nach einem strittigen Einwurf zugunsten der Gäste ging es plötzlich ganz schnell: Barbaros Koyuncu tanzte Sascha Rumpeltes auf der rechten Seite aus, seine Flanke fand Szymanski in der Mitte, der keine Mühe hatte und für die Führung des Aufsteigers sorgte. Zwei Minuten später profitierte Watzenborn-Steinberg dann von einem Luftloch von Kapitän Andreas Drews. Denis Weinecker steuerte plötzlich alleine auf Flieden-Keeper Jonas Ritzel zu und ließ ihm keine Chance (79.).

Das Spiel schien eigentlich gelaufen zu sein, doch es wurde noch einmal spannend: Gäste-Torwart Dominik Geiss kam bei einem Ball in die Tiefe gegen Mohammed Habaqza einen Schritt zu spät. Den fälligen Strafstoß verwandelte André Leibold souverän zum 2:3 (89.) "Da darf unser Torwart niemals raus", ärgerte sich Watzenborn-Steinberg-Coach Daniel Steuernagel, der sich drei Minuten später bei Fortuna bedanken konnte. Einen Freistoß fast von der Grundlinie spielte Osman flach in den Rückraum auf Habaqza, der unbedrängt ein Luftloch schlug und somit das 3:3 verpasste. Stattdessen eroberte Marvin Froels den Ball und schob ihn nach einem 70-Meter-Sprint ins leere Tor, da bei Ritzel beim Freistoß mit vorne war.

"Der Doppelschlag hat uns heute leider den Zahn gezogen, das darf uns nicht passieren. Überhaupt haben wir in der zweiten Halbzeit zu umständlich gespielt, zu lange den Ball gehalten", sagt Voll, der ausführt: "Sinnbildlich für die Niederlage war der Freistoß in der Schlussminute, als unser Spieler über den Ball tritt. Das ist eigentlich unfassbar, spiegelt den Spielverlauf nach dem 1:1 aber wieder."

Flieden: Ritzel; N. Hohmann, Fischer (46. Rumpeltes), Drews, Leibold - Betz, Müller - Dietz (51. Gies), Osman, Broschke (76. Habaqza) - Ankert.
Watzenborn-Steinberg: Geiss; Joerg, Bodnar, Talevski, Simon - Golafra, Goncalves - Weinecker (84. Ouattara), Parson (63. Froels), Koyuncu (80. Scheffler) - Szymanski.

Schiedsrichter: Andre Klein (Offenbach). Zuschauer: 400. Tore: 1:0 Julian Ankert (5.), 1:1 Louis Goncalves (36.)
1:2 Raffael Szymanski (77.), 1:3 Denis Weinecker (79.), 2:3 Andre Leibold (89., Foulelfmeter), 2:4 Marvin Froels (90+2.).

Autor: Max Lesser

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