Gruppenliga: Petersberg bangt vor dem Topspiel um "Asche"

Schlüchtern/Elm und Johannesberg im Vorjahres-Duell der KOL Süd

22. Oktober 2015, 16:00 Uhr

Ob Boris Aschenbrücker (schwarzes Trikot) auch gegen Bronnzell auf Torejagd gehen kann, ist noch fraglich. Foto: Charlie Rolff

Am Wochenende kommt es in der Gruppenliga zum Gipfeltreffen zwischen der SG Bronnzell und dem RSV Petersberg. Davon, dass sich die beiden Giganten die Punkte gegenseitig wegnehmen wollen, will der Tabellendritte SG Ehrenberg profitieren, um sich noch weiter an das Duo heranzukämpfen. Darüber hinaus kommt es zum Aufsteigerduell zwischen Schlüchern/Elm und Johannesberg.

SG Bronnzell - RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr)

Das Topspiel steigt am Wochenende in Bronnzell, der Tabellenzweite empfängt Spitzenreiter RSV Petersberg. "Beide haben, für viele sicherlich unerwartet, in dieser Saison bislang ganz viel geleistet. Es wird interessant zu sehen sein, wer stärker ist", freut sich Petersbergs Trainer Goran Gajic auf das Gipfeltreffen. Aktuell beträgt der Vorsprung des RSV zwei Punkte, dazu hat die Gajic-Elf ein Spiel weniger absolviert. Bronnzell hat dagegen noch gar kein Spiel verloren. "Bronnzell spielt eine überragende Saison. Wir gehen aber trotzdem ganz entspannt in die Partie", meint Gajic.

Dass die Viktoria auch nach 14 Spielen immer noch ungeschlagen ist, liegt auch an ihrer Spezialität, oft erst ganz spät zuzuschlagen. Um die konditionelle Verfassung macht sich der Petersberger Coach aber keine Sorgen: "Wir sind topfit, die Grundlagen haben wir schon in der Vorbereitung gelegt", schmunzelt Gajic, der noch um den Einsatz von Boris Aschenbrücker bangt. Der Toptorjäger der Gruppenliga hat sich die Bänder im Knie überdehnt, ob es zu einem Einsatz reicht, wird erst kurzfristig entschieden.

Gastgeber Bronnzell spielte zuletzt zwei Mal „nur“ 2:2 gegen die Neulinge aus Burghaun und Haunetal. „Was aber auch seine Gründe hat“, erklärt Coach Stefan Dresel. „Einerseits haben wir noch unsere Probleme gegen Gegner, die tief hinten drin stehen. Da finden wir im Ballbesitzspiel einfach zu wenige Lösungsmöglichkeiten, den Gegner so zu bespielen, dass wir zu Toren kommen. Da ist die Entwicklung der Mannschaft noch nicht so weit.“

Ein Gegner wie Petersberg sei ihm da schon deutlich lieber: „Dieses Spiel wird für uns eine riesen Herausforderung, denn Petersberg spielt seit Wochen herausragend und ist der haushohe Favorit im Spiel“, sagt der Trainer, der weiter auf Keeper Marcel Blum, Mario Simonovski und „Urlauber“ Marian Weber verzichten muss. Dazu ist das Trio Jens Keim, Daniel Heil und Moritz Kremer angeschlagen. “Alle drei haben am Dienstag nicht trainieren können. Vor allem bei Heil, der sich eine Zerrung zugezogen hat, sehe ich für Sonntag eigentlich schwarz“, so Dresel.

SG Ehrenberg - SG Niederaula/Hattenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Profitieren vom Topspiel kann der Tabellendritte Ehrenberg, der auf die Spitzenplätze Boden gut machen kann. Gegner Niederaula/Hattenbach hat dagegen die vergangenen vier Spiele allesamt verloren: "Wir sind alle ziemlich ratlos", sagt Trainer Thomas Willems. Vor allem auswärts gelang der Spielgemeinschaft zuletzt das Kunststück, zweimal 2:0 geführt, am Ende aber 2:4 verloren zu haben. "Wir spielen in der Regel sehr gute erste Halbzeiten und könnten da schon 4:0 führen. Wir lassen aber noch zu viel liegen."

Dennoch gibt das Offensivverhalten Anlass zur Hoffnung, auch in Ehrenberg etwas mitzunehmen: "Wir arbeiten uns ja viele Chancen heraus und machen auch Tore. Was ich bisher aber noch nicht geschafft habe, ist es zu vermitteln, dass wir diese kapitalen individuellen Fehler abstellen müssen. Wenn wir Stabilität in unser Abwehrverhalten bekommen, bin ich auch zuversichtlich, dass wir wieder punkten", so Willems, der noch um den Einsatz seiner Stammkräfte Daniel Pfalzgraf (Mandelentzündung), Andreas Kurz (Grippe), Andreas Rakk und Sebastian Fey (beide angeschlagen) bangt. "Wenn alle ausfallen, wäre das eine große Katastrophe."

SG Schlüchtern/Elm - SG Johannesberg (Samstag, 16.30 Uhr)

Eine Begegnung, die es im vergangenen Jahr noch in der Kreisoberliga Süd zu begutachten gab. Bei Schlüchtern/Elm läuft es gerade richtig gut, die vergangenen sechs Spiele in Folge wurden allesamt nicht verloren. "Wir haben jetzt 19 Punkte, brauchen aber noch etliche", rudert Schlüchterns Trainer Bilal Seker ein wenig zurück. "Wir sind aktuell in einer guten körperlichen Verfassung, gehen nach den letzten Partien mit einer breiten Brust aufs Feld. Warum sollten wir nicht auch gegen Johannesberg punkten?"

So wie im Vorjahr, als die SGJ nur eine Niederlage in der gesamten Spielzeit einstecken musste, und die ausgerechnet gegen die Seker-Truppe (0:1). "Ich denke, dass Johannesberg wesentlich besser besetzt ist als im Vorjahr. Ich hätte sie auch deutlich weiter oben erwartet", so Seker, der sich die Schwächephase von Johannesberg (nur ein Sieg aus sechs Spielen) nicht wirklich erklären kann: "Das mag ich nicht zu beurteilen, da bin ich zu weit weg. Von den Namen her ist der Gegner sicherlich der Favorit. Wenn wir sie ihr Spiel durchziehen lassen, werden wir Probleme bekommen."

Autor: Steffen Kollmann

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