Gruppenliga: Gajic plagen Personalsorgen

"Jeder hat Angst, bei den Hessen Punkt liegen zu lassen"

30. Oktober 2015, 07:00 Uhr

RSV-Coach Goran Gajic bereitet die personelle Situation Bauchschmerzen. Foto: Ralf Hofacker

Während der RSV Petersberg in der Gruppenliga seine Tabellenführung weiter ausbauen möchte, steht die SG Niederaula/Hattenbach nach fünf Pleiten in Folge beim Schlusslicht Hessen Hersfeld unter Zugzwang.

RSV Petersberg - FC Eichenzell (Samstag, 15 Uhr)

Dem RSV Petersberg plagen vor dem Spitzenspiel am Samstag (15 Uhr) gegen den Tabellendritten Eichenzell große Personalprobleme. "Die Woche ist nicht gut verlaufen. Ich weiß noch nicht, wie der Kader am Wochenende aussehen wird. Es ist schon bitter, dass wir die Verletzungsprobleme in dieser wichtigen Saisonphase bekommen", ärgert sich Trainer Goran Gajic und listet auf: "Mario Vogt fehlt rotgesperrt (fünf Spiele Sperre), Boris Aschenbrücker ist noch nicht richtig fit, Julian Wehner ist die Woche nur gelaufen, Adrian von Pazatka noch immer angeschlagen vom Wochenende, Marc Aschenbrücker und Andreas Brzoza sind krank und haben die Woche nicht trainiert." Die Vorzeichen stehen also alles andere als optimal vor dem Spitzenspiel gegen die Britannia. Hoffnung gibt Gajic aber vor allem die zweite Hälfte in Bronnzell, als sein Team in Unterzahl ein 0:1-Rückstand egalisierte und einen Punkt holte. "Ich war über die zwei Gesichter meiner Mannschaft selbst überrascht. Gerade in der Defensive lassen wir sonst weniger zu, als das in Durchgang eins der Fall war", so der Petersberger Coach, der hofft, dass seine Mannen auf dem heimischen Rasen wieder besser zurechtkommen.

Hessen Hersfeld - SG Niederaula/Hattenbach (Samstag, 16 Uhr)

Nach fünf Niederlagen in Serie ist die SG Niederaula/Hattenbach im Derby bei den punktlosen Hessen zum Siegen verdammt. "Die Hessen sind in unserer aktuellen Situation gewiss kein dankbarer Gegner", weiß Thomas Willems, Trainer der SG Niederaula/Hattenbach, der früher selbst lange Jahre Jugendmannschaften in Hersfeld betreute. "Daher ist es für mich auch ein besonderes Spiel, aber auch für die Spieler. Wir hatten im Training diese Woche richtig Zug drin und jeder hat im Vergleich zu den Vorwochen noch einmal eine Schippe draufgelegt", schildert Willems seine Eindrücke aus dem Training. Doch das ist auch vonnöten, will Niederaula/Hattenbach nicht die erste Mannschaft sein, die gegen Hessen Hersfeld Federn lässt. "Jeder hat Angst, dass sein Team das erste ist, welches bei den Hessen Punkte liegen lässt. Umso nervenaufreibender wird das Spiel", so der Niederaula/Hattenbach-Coach.

SV Burghaun - TSV Rothemann (Sonntag, 14.30 Uhr)

Zehn Punkte aus fünf Begegnungen: Die jüngste Bilanz des TSV Rothemann kann sich sehen lassen. "Die Mannschaft hat in den vergangenen Spielen ihr wahres Gesicht gezeigt", freut sich TSV-Spielertrainer Daniel Rother, der froh ist, dass sein Team endlich das auf den Platz bringt, was er im Training einfordert. "Für mich gibt es auf dem Platz nur Vollgas. Die Mannschaft ist topfit und muss 90 Minuten marschieren. Zuletzt haben wir auch immer mehr fußballerische Elemente in unser Spiel einbringen können", ist Rother zufrieden. Dass Gegner Burghaun bereits am Donnerstag gegen Thalau im Einsatz war, sieht der Ex-Fliedener nicht als Vorteil an. "Das sind alles junge Spieler. Im Gegensatz zu mir, mit meinen 38 Jahren, brauchen die keine fünf Tage Regeneration", muss Rother schmunzeln. Personell kann Rothemann am Sonntag übrigens aus dem Vollen schöpfen.

Autor: Max Lesser

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