Schorstein erlebte schon bessere Tage

Gruppenliga: Torjägerduell in Großenlüder

06. November 2015, 07:00 Uhr

Robert Schorstein kann mit seinen Ehrenbergern noch auf Rang zwei rutschen. Foto: Ralph Kraus

Da Bronnzell am letzten Hinrunden-Spieltag frei hat, können insbesondere zwei Teams profitieren: Herbstmeister Petersberg kann mit einem Sieg bei der Mannschaft der Stunde, dem SV Teutonia Großenlüder, seinen Vorsprung auf mindestens sechs Punkte ausbauen. Ehrenberg kann durch einen Sieg in Bachrain noch an Bronnzell vorbeiziehen und eine starke Hinserie mit Platz zwei krönen.

Teutonia Großenlüder - RSV Petersberg (Samstag, 15 Uhr).

Großenlüder ist zweifelsohne die Mannschaft der Stunde, konnte zuletzt Haunetal 7:0 schlagen und steht gerade in der Defensive richtig gut: "Das kommt für mich nicht von ungefähr. Das ist eine super kompakte Mannschaft, die Spieler in seinen Reihen hat, die den Unterschied machen können", lobt RSV-Trainer Goran Gajic, der vor allem auf Fabian Lehmann anspielt: "Er hat ja jetzt sogar unseren Boris Aschenbrücker überholt."

Lehmann steht bei 18 Toren, Aschenbrücker bei 17 - da kommt kein anderer in der Liga ran. Ob der Stärke des Gegners, könnte Gajic ausnahmsweise mit einem Punkt leben: "Vor allem, weil wir gerade eine Phase haben, in der wir vor allem Glück haben. Aber so ist das, wenn man oben steht. Vielleicht haben wir das auch wieder am Samstag." Zuletzt waren Bronnzell und Eichenzell eigentlich besser als Petersberg, der Spitzenreiter holte trotzdem vier Punkte aus den beiden Spielen.

TSV Bachrain - SG Ehrenberg (Sonntag, 14.30 Uhr).

Robert Schorstein hatte dieser Tage zu knabbern: "Ich habe eine sehr, sehr schlechte Woche gehabt. Die Umstände waren am Sonntag in der Summe katastrophal", spielt Ehrenbergs Spielertrainer auf das 1:1 gegen Schlitzerland an. In der 90. Minute traf Schorstein selbst zur Führung, im Gegenzug gab es einen diskussionswürdigen Elfmeter, der letztlich den Ausgleich brachte. "Wäre es 0:0 ausgegangen, wäre es nicht so schlimm. Das einzige, was für uns letztlich vorwerfen müssen ist, dass wir die Dinger nicht gemacht haben."

Das habe sich insgesamt allerdings gebessert, genau wie die Spielweise im Allgemeinen: "Als ich kam, wurde meist mit langen Bällen gespielt, das ist anders. Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung genommen", frohlockt Schorstein, für den Rang zwei zum Abschluss der Hinserie ein tolle Sache wäre: "Auf die Tabelle können wir aber nach dem November schauen." Denn das Programm mit Bachrain, Künzell, Johannesberg und Petersberg hat es in sich. Auf Bachrain freut sich Schorstein: "Das sind immer sehr, sehr besondere Spiele. Es ist sehr, sehr hitzig und zweikampfintensiv, aber immer fair." Das Schönste sei aber, dass nach dem Spiel immer alles vergessen sei. "Da sind Kollege Sven Bednarek und ich sehr ähnlich", schmunzelt Schorstein.

TSV Rothemann - SG Haunetal (Sonntag, 14.30 Uhr).

Dem TSV Rothemann stand vor ein paar Wochen noch das Wasser mindestens bis zum Hals. Es folgten drei Siege in Serie, die Abstiegsränge wurden verlassen und pünktlich zum Hinrunden-Ausklang könnte sich mit einem Heimsieg gegen den Vorletzten Haunetal ins Mittelfeld verabschiedet werden. Die Gefühlslage beim Gast ist hingegen eine ganz andere, schließlich gab es gegen Großenlüder (0:7) mächtig auf die Mütze. In Neukirchen und Wehrda ist die Lage aber dennoch richtig einzuordnen, wie Coach Stefan Huff bereits am Mittwoch im Gespräch mit Torgranate erklärte: "Sowieso kommt von den Zuschauern und dem Umfeld keine große Hektik auf. Die, die normal denken können, unsere eingefleischten Fans, wissen um die Schwierigkeit Gruppenliga"

SG Schlüchtern/Elm - SV Rot-Weiss Burghaun (heute, 19.30 Uhr).

Riccardo Basile, Andreas Weber (beide gesperrt), Christian Rehn (Kapselriss), Lukas Heider (Kreuzbandriss), Lucas Kneisel (Meniskusriss), Florian Dietzel (Eisbein), Mario Henning (Knieprobleme), Marius Ebert, Christian Dubowy (beide Urlaub), Marcel Lofink (privat verhindert) und Lukas Halbleib (beruflich verhindert). Das ist die Liste der Ausfälle bei Rot-Weiss Burghaun und dementsprechend fallen Uwe Hartmanns Ausführungen auf das Spiel in Schlüchtern auch knapp aus: "Das wird kein Duell auf Augenhöhe. Nüchtern betrachtet wird es ganz schwer, da etwas mitzunehmen. Bei den oben aufgeführten elf Spielern ist übrigens kein Torwart dabei, der könnte noch hinzukommen, denn Daniel Heinrich muss mit Bus und Bahn aus Prag anreisen. Burghaun drückt die Daumen, dass die Bahn heute keine Verspätungen hat.

Autor: Johannes Götze