Lehnerz II ist heiß auf Spitzenreiter Steinbach

Verbandsliga: Soden und Hünfeld wollen Wiedergutmachung betreiben

03. März 2016, 21:00 Uhr

Foto: Karl-Heinz Weinel

In der Verbandsliga steht am Sonntag um 15 Uhr das nächste Regionalduell auf dem Programm: Nach der SG Bad Soden will die Reserve des TSV Lehnerz nun auch Spitzenreiter SV Steinbach in die Suppe spucken. Derweil sind der Hünfelder SV sowie die SG Bad Soden auf Wiedergutmachung aus.

Lehnerz II – Steinbach (Sonntag, 15 Uhr)

Nach der SG Bad Soden wollen die Youngster des TSV Lehnerz am Sonntag die nächste Spitzenmannschaft ärgern: „Das Spiel in Bad Soden ist für uns richtig gut gelaufen und hat die Vorbereitung widergespiegelt. Wir sind gut drauf und wollen das jetzt auch gegen Steinbach zeigen“, kündigt TSV-Kapitän Max Balzer an. Dabei hofft der 21-Jährige auf einen Vorteil auf dem Lehnerzer Kunstrasen: „Das spielt uns hoffentlich in die Karten, zumal das Spiel von Steinbach am vergangenen Wochenende ausgefallen ist und wir schon ein Spiel im Wettkampfmodus hatten.“

Schon im Hinspiel hatte die Lehnerzer Reserve gezeigt, dass sie dem Spitzenreiter aus Steinbach durchaus gefährlich werden kann. Zweimal hatte der TSV geführt, letztlich jedoch der SVS mit 4:2 die Oberhand behalten. „Wir wissen, welche Qualität Steinbach hat und dass diese Mannschaft nie aufgibt. Wir wollen wenig zulassen“, sagt Balzer, der sich insbesondere auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Teamkollegen Michael Wiegand freut und ein Sonderlob an den zweifachen Torschützen aus dem Soden-Spiel verteilt: „Paul Hohmann ist im Moment richtig gut drauf und topfit. Wie er in Bad Soden in der 90. Minute noch zum Sprint angesetzt hat, um das Tor zu erzielen, war schon richtig stark.“

Beim Gegner aus Steinbach erwartet Mittelfeldspieler Petr Paliatka am Sonntag noch keine Topleistung seines Teams: „Es ist unser erstes Spiel nach der Pause, da kann man noch nicht so viel erwarten. Ich erwarte eine offene Begegnung, denn Lehnerz II ist immer ein starker Gegner, das haben wir in der Vergangenheit schon zu spüren bekommen. Und dafür benötigt Lehnerz nicht einmal Verstärkung aus der ersten Mannschaft“, warnt Paliatka vor der TSV-Reserve.

Sand – Bad Soden (Samstag, 14.30 Uhr)

Nach dem verpatzten Restrundenauftakt gegen Lehnerz II wollen die Sprudelkicker am Samstag Wiedergutmachung betreiben: „Wir wissen, dass wir an uns arbeiten müssen, aber es geht jetzt auch ganz normal weiter. Wir trainieren darauf hin, dass wir wieder unsere alte Form erreichen“, betont Abwehrspieler Christian Kreß, der der Niederlage gegen Lehnerz II nicht allzu viel Bedeutung schenken möchte. Vielmehr geht der Blick voraus: „Wir stellen uns gegen Sand auf ein schweres Spiel ein, das hat schon das Hinspiel (4:2-Sieg, Anm. d. Red.) gezeigt. Aber wir beschäftigen uns da weniger mit dem Gegner, sondern müssen vor allem auf uns schauen. Bei den aktuellen Bedingungen wird viel von der Laufbereitschaft abhängig sein“, so Kreß.
Die Sprudelkicker werden voraussichtlich mit einer leicht veränderten Startelf antreten: Während Tuna Moaremoglu wohl in diese zurückkehren wird, sind die Einsätze von Tim Mulfinger (Oberschenkelprobleme) und Niklas Dietz (Schulter ausgerenkt) fraglich. Halil Kutlu (Autounfall) fällt definitiv aus.

Für die Gastgeber aus Bad Emstal ist es die erste Begegnung nach der Winterpause, in die sich die Fußballer des SSV mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage verabschiedet hatten.

Hünfeld – Rothwesten (Samstag, 15 Uhr)

Erst in der Spielersitzung am heutigen Donnerstagabend soll das Neuhof-Spiel in Hünfeld noch einmal thematisiert werden. „Es war schon sehr enttäuschend, nach der eigentlich guten Vorbereitung haben wir alle mehr erwartet“, sagt HSV-Abwehrspieler Tarek Belaarbi, dessen Blick in der Tabelle inzwischen ein wenig nach unten geht: „Wir müssen jetzt schnell die nötigen Punkte holen, um mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben. Dass wir daran denken müssten, hat bei uns vor der Saison auch niemand erwartet, aber die personelle Situation ist in diesem Jahr einfach immer wieder schwierig.“ Immerhin können die Hünfelder gegen Rothwesten wieder auf die Dienste von Kapitän Niclas Rehm setzen. Belaarbi erwartet eine umkämpfte Begegnung, die voraussichtlich auf Rasen stattfinden wird.

Willingen – SVA Bad Hersfeld (Samstag, 17.30 Uhr)

Bei einer Schneehöhe von 30 Zentimetern ist eine Austragung der Begegnung mehr als unwahrscheinlich. „Wir wären gerne zum Feiern hingefahren, aber so müssen wir das wohl auf den Nachholspieltag verschieben“, sagt SVA-Trainer Frank Ullrich schmunzelnd. Denn trotz der bitteren Niederlage gegen Schwalmstadt ist die Stimmung im Lager der Asbacher weiter gut: „Die Mannschaft ist so gefestigt, dass sie das wegstecken wird. Am Sonntag war die Enttäuschung natürlich groß, aber wir haben das Positive aus dem Spiel rausgezogen. Es war ein gutes Spiel von uns, auch wenn wir wieder mit leeren Händen dastanden.“

Neuhof – Schwalmstadt (Sonntag, 15 Uhr)

„Ich traue der Mannschaft einiges zu“, betont Neuhofs Torhüter Dogus Albayrak vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Schwalmstadt. Dass der SVN in der Verbandsliga kein Kanonenfutter sei, habe nicht zuletzt der 4:1-Erfolg in Hünfeld gezeigt. Nun gastiert mit Schwalmstadt allerdings ein Spitzenteam in der Glückauf-Kampfbahn, „das uns im Hinspiel vom Platz gefegt hat“, erinnert sich Albayrak: „Schwalmstadt ist noch mal ein Level höher anzusiedeln als Hünfeld. Wenn wir in diesem Spiel etwas holen möchten, dann müssen wir uns noch mehr steigern und wieder als Kollektiv auftreten.“

Beim Blick auf die Tabelle scheint sich Neuhof, das am Wochenende wieder auf seine Tschechen im Team zurückgreifen kann, mit dem Erfolg in Hünfeld der größten Abstiegssorgen entledigt zu haben. Doch Albayrak warnt: „Wir sind noch nicht richtig aus dem Abstiegskampf raus. Wir haben uns eine gute Grundlage geschaffen und werden nach den nächsten Spielen wissen, was noch möglich ist. Dann können wir uns auch neue Ziele setzen.“