Wiedersehen nach Mallorcaparty

Verbandsliga: HSV empfängt Weidenhausen

01. September 2016, 17:49 Uhr

Die Offensive des HSV, hier Robert Simon, Sebastian Schuch und Marek Weber (von links), funktioniert gut, in der Defensive hapert es noch. Foto: Charlie Rolff

Vergangenes Jahr war die Saison für den Hünfelder SV quasi schon Ende August beendet. Diesmal ist der Start rein punktetechnisch verheißungsvoll und gegen Weidenhausen soll am Sonntag (15 Uhr) in der heimischen Rhönkampfbahn nachgelegt und der zweite Rang gefestigt werden. Auch alle anderen fünf osthessischen Teams sind am Sonntag um 15 Uhr gefordert.

Hünfelder SV - SV Adler Weidenhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Hünfeld gegen Weidenhausen, da war doch was?! Im April hatten die Adler ihre Passmappe vergessen, der HSV zeigte sich kulant, wartete über eine Stunde, gewann das Spiel 4:3 und bekam vom DFB einen Fairplay-Preis. Weidenhausen zeigte sich nachher spendabel und ließ sich auf Mallorca nicht lumpen, als sich beide Teams auf der Saisonabschlussfahrt über den Weg liefen.Nun aber geht's wieder um das Wesentliche, nämlich drei Punkte, die der HSV unbedingt einfahren möchte, um sich an der Tabellenspitze festzusetzen. "Da dürfen wir auf keinen Fall so viele Fehler in der Abwehr wie in Petersberg machen", fordert der ehemalige Abwehrchef und heutiger HSV-Trainer Dominik Weber ein solidere und souveränere Leistung seines Defensivverbunds. Denn er ist sicher: "Weidenhausen mit einem Sören Gonnermann ist eine starke Kontermannschaft, die solche Fehler bestraft." Niklas Wahl drängt derweil wieder in Richtung Startelf, vielleicht könnten auch die beiden "Sechser" Lukas Budenz und Kevin Krieger wieder Alternativen werden.

SG Bad Soden - KSV Hessen Kassel II (Sonntag, 15 Uhr).

Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Flieden vom Mittwoch hat die SG Bad Soden ein bisschen an Boden zu den Top-Platzierungen verloren. Grund für die Niederlage war vor allem, dass man sich im ganzen Spiel nur eine einzige Torchance erspielt hat. "Wir müssen gegen Kassel einfach unsere Tore erzwingen, denn wir spielen ja Fußball um Tore zu schießen. Dazu müssen wir aber viel mutiger als gegen Flieden agieren. Da hat mir der unbedingte Wille gefehlt, nach vorne hin auch mal eine gefährliche Aktion zu starten", moniert Mehic, der sich auch über das leichtfertige liegen lassen von Standards ärgerte. "Das hatten wir vorher alles geübt und besprochen." Pech für Mehic und Soden, dass nun auch noch Abwehrspieler Alexander Blocher ausfallen wird. Er zog sich gegen Flieden eine Gehirnerschütterung zu.

RSV Petersberg - 1. FC Schwalmstadt (Sonntag, 15 Uhr).

"Fakt ist: Es sind sechs Spiele vorbei und wir haben null Punkte. Wenn wir die Mannschaft jetzt aber vollzählig haben, bin ich mir sicher, dass wir den Anschluss schaffen können", sagt RSV-Trainer Goran Gajic, der keine Lust mehr hat, sich nach Niederlagen hinzustellen und zu sagen, dass das Spiel an sich ja eigentlich ein gutes war. Gajic sehnt sich schlichtweg nach Punkten. Ob Schwalmstadt nun schon zum richtigen Zeitpunkt kommt, sei dahingestellt, schließlich kommt Julian Wehner quasi direkt aus den Flitterwochen zum Spiel und Boris Aschenbrücker fehlen auch noch ein paar Trainingseinheiten, um auf sein hohes Level herankommen zu können.

TSV Rothwesten - SV Buchonia Flieden (Sonntag, 15 Uhr).

Buchonia Flieden ist zurück in der Spur und möchte dies gerne in Rothwesten unter Beweis stellen - Coach Meik Voll weiß allerdings, wie schwer Spiele beim TSV sind: "Das ist wie eine Zuckertüte, wo du reingreifst und du nicht weißt, ob du was findest, was Spaß macht oder auch keinen." Die Mannschaft sei "unberechenbar", der Platz zudem "klein und schwierig". Warum es bei seinem Team plötzlich so gut läuft, führt Voll auf viele Faktoren zurück: "Es greift mittlerweile ein Rad ins andere und es gibt keinen, den man bei Lob und Tadel herausheben kann. Zudem ist der Vorstand und das Umfeld nach den drei Niederlagen zum Saisonstart ruhig geblieben."

SC Willingen - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr).

Zur Verbandsliga gehört seit Jahren dazu, dass der SC Willingen in der Winterpause ganz bescheiden dasteht, danach Spiele in Reihe ausfallen und am Ende doch noch der Klassenerhalt im Partymekka gefeiert werden darf. Dieses Jahr ist alles anders: Nach dem furiosen 4:0-Auftaktsieg gegen Schwalmstadt wurden auch der CSC 03 Kassel, Weidenhausen und Eintracht Baunatal geschlagen. Für Sedat Görens Hessenliga-Reserve also kein leichtes Unterfangen, um die ersten Punkte unter seinem Zepter einzufahren, richtig Bammel ist ihm allerdings nicht: "Wir wollen natürlich zusehen, dass wir uns die drei Punkte zurüchholen, die wir in den letzten Spielen liegengelassen haben. Dadurch, dass wir am vergangenen Wochenende spielfrei waren, stehen wir jetzt hinten drin. Aber noch ist alles sehr früh. Ich denke, dass die Mannschaft stark genug ist, um die nötigen Siege einzufahren."

GSV Eintracht Baunatal - SV Neuhof (Sonntag, 15 Uhr).

Nachdem die Personalie Niklas Heiliger riesige Wellen geschlagen hatte und zuletzt sogar Spielertrainer Radek Görner mit Ligakonkurrent Bad Soden Verhandlungen führte, wird der SVN gewillt sein, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Sportlich allerdings eine alles andere als leichte Angelegenheit, denn die Eintracht aus Großenritte ist hervorragend in die Serie gestartet und steht als Aufsteiger mit neun Zählern auf Rang sieben - sechs Plätze und drei Punkte vor dem SVN.

Autor: Johannes Götze

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