Auch zehn Thalauer Tore waren nicht unmöglich
FSV besiegt Nachbar Rothemann klar mit 4:1
Rothemanns Sebastian Ruhl (rotes Trikot) im Kopfballduell mit Dennis Fischer und Burak Vardar. Foto: Charlie Rolff
Die Anstoßzeit um 11 Uhr am Sonntag hat sich mal wieder bewährt. 400 Besucher fanden den Weg an den Wittiggrund. Hätten aber die Rothemanner Zuschauer gewusst, was sie an diesem Sonntag erwartet, einige wären wohl zu Hause geblieben.
Von der ersten Minute lief das Spiel nur in eine Richtung. Thalau strotzte nur so vor Spielfreude, während Rothemann oft völlig unorientiert nicht wusste, wie einem geschah. „Wir können uns heute mit dem Ergebnis nicht beschweren“, gab Rothemanns Trainer Daniel Rother zu.
Rother selbst verlor den Ball vor dem ersten Gegentor in der gegnerischen Hälfte. Es folgte der lange Ball von Daniel Zimmer, der Florian Storch auf die Reise schickte. Den wiederum konnte Müller nur perFoul stoppen. Storch verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Vorentschieden war das Spiel kurz vor dem Wechsel nach einem super Spielzug. Schöner als Thomas Weichlein und Patrick Broschke den Treffer auflegten, kann man ein Tor kaum noch heraus spielen.
Nur für eine kurze Miniphase kratzte Rothemann an der Wende. Als es längst 3:0 oder 4:0 hätten stehen müssen, machte Marc Röhrig mit dem ersten (und über die vollen 90 Minuten einzigen) Schuss aufs Tor den Anschluss. Und wer weiß?Vielleicht hätte es 120 Sekunden später auch Elfmeter für Röhrig geben müssen. „Aus meiner Sicht war das ein Foul und Strafstoß. Aber wir haben vielleicht auch viel zu wenig dafür getan, um hier mit einem Pfiff belohnt zu werden. Wir waren nicht tüchtig genug und nach dieser Szene kam ja auch nichts mehr von uns“, gab Röhrig nachher zu Protokoll.
Was die Thalauer dann aber ab der 60. Minute reihenweise an Möglichkeiten ausließen, könnte dem FSV in engeren Spielen zum Verhängnis werden. Immer wieder wurden die Gelegenheiten glänzend herausgespielt.
Rothemanns Abwehr wurde es phasenweise schwindlig. Bloß: Der letzte Pass bei Thalauer kam nicht an oder der Abschluss war zu ungenau.
„Ganz ehrlich: Wenn wir 8:1 oder 10:1 gewinnen, dann wäre das auch okay gewesen“, machte Thalaus Ex-Rothemanner Dennis Fischer deutlich. Fischer sagt auch: „Alle wollen unter die besten fünf. Ich will unter die ersten drei – und das ist machbar.“
FSV Thalau: Fischer, Vardar, Zimmer, Weichlein, Tekleyes, M. Bohl (71. Strom), L. Baumann, Storch, Koch (83. L. Kress), Broschke.
TSV Rothemann: Ludwig; Rother, Gerbig (46. T. Bub), Müllers, Ruhl, Sauer, Kutluay, Rehm (46. Stephan), Lauer, Röhrig, C. Bohl (80. Junk).
Schiedsrichter: Kai Nöding (SV Rotenburg)
Zuschauer: 400
Tore:
1:0 Florian Storch (19., Foulelfmeter)
2:0 Mounir Tekleyes (41.)
2:1 Marc Röhrig (58.)
3:1 Florian Storch (70., Foulelfmeter)
4:1 Mounir Tekleyes (81.)
Gelb-Rot: Sebastian Ruhl (Rothemann, 87.).


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