Rühl hofft auf Befreiungsschlag und spürt Rückendeckung

Kreisoberligen: Löschenrod in der Krise

14. Oktober 2016, 10:00 Uhr

Sascha Rühl ist seit Sommer Trainer bei der SG Löschenrod. Foto: Ralph Kraus

Süd-Kreisoberligist SG Löschenrod steckt vor dem Derby am Samstag (16.30 Uhr) gegen die TSG Lütter nach acht sieglosen Spielen in Serie einer Krise.

Kreisoberliga Nord

Im Schatten des Spitzenspiels und Derbys zwischen dem FSV Hohe Luft und Hessen Hersfeld am Samstag (15.30 Uhr) steigt am bereits am Freitagabend (19 Uhr) das Kellerduell zwischen dem Vorletzten Weiterode und Schlusslicht Soisdorf. Auch nach elf Spieltagen wartet das Team von Trainer Tino Kister noch immer auf den ersten Sieg in dieser Spielzeit, bislang stehen zwei magere Pünktchen auf der Habenseite. "Ich kann mir die Misere eigentlich bald selbst nicht mehr erklären. Die Stimmung im Team ist weiterhin gut, die Jungs lassen den Kopf nicht hängen", sagt Soisdorfs Spielertrainer Tino Kister, der nun auf noch Keeper Marc Eifert nach seiner Roten Karte verzichten muss. "Ihn können wir eigentlich nicht adäquat ersetzen", weiß Kister. Positiv stimmt den Spielertrainer aber die Tatsache, dass Gegner Weiterode zuletzt beim dritten Kellerkind, der SG Rotenburg/Lispenhausen mit 1:2 unterlag. "Es soll jetzt endlich der erste Dreier her. Wir wollen unserem Spieler Nils Schuhmann, der unter der Woche 18 Jahre alt wurde, einen Sieg zum Geburtstag schenken."

Kreisoberliga Mitte

Nach einem ordentlichen Start hat der Hünfelder SV II in der Kreisoberliga Mitte ordentlich zu kämpfen. Nur ein Sieg gab es in den vergangenen sieben Begegnungen, zuletzt musste Coach Mario Rohde aufgrund personeller Probleme die Schuhe sogar wieder selbst schnüren. "Wir wollen deswegen aber nicht jammern. Es ist in der heutigen Generation eben normal, dass den Spielern andere Dinge wichtiger als der Fußball sind. Als zweite Mannschaft bekommst du es vor allem dann zu spüren, wenn die Erste parallel spielt", sagt Rohde, der derzeit auch damit zu knabbern hat, dass seine jungen Spielern immer wieder individuelle Fehler unterlaufen. Diese sollten bis Sonntag (12.30 Uhr) aber abgestellt werden, dann kommt FT Fulda in die Rhönkampfbahn. "Sie haben mit Romeo Andrijasevic einen super Trainer, der seine Mannschaften immer in eine tolle körperliche Verfassung bringt und sie taktisch hervorragend schult. Im Vorfeld wäre ich mit einem Punkt absolut zufrieden", sagt Rohde, der davon überzeugt ist, dass seine Elf den Bock umstoßen wird. "Wenn die personelle Situation wieder ein bisschen besser wird, werden wir die nötigen Punkte holen", ist der Coach überzeugt.

Kreisoberliga Süd

Nur ein Punkt aus den vergangenen acht Begegnungen und Platz 16 in der Liga: Die Luft bei der SG Löschenrod wird immer dünner. Dem ist sich auch Trainer Sascha Rühl bewusst. "Natürlich hinterfrage ich mich selbst, aber ich spüre weiterhin die Rückendeckung von Mannschaft und Verein", sagt Rühl, der hofft, dass sein Team am Samstag (16.30 Uhr) im Derby gegen Lütter den Bock umstoßen kann. Dafür wird aber eine gute Defensivleistung vonnöten sein. Bislang stellt Löschenrod mit 45 Gegentreffern in 13 Begegnungen die zweitschlechteste Abwehr der Liga. Kein gutes Omen, wenn man bedenkt, dass Gegner Lütter mit 41 erzielten Toren über die zweitbeste Offensive verfügt. "Unser Hauptaugenmerk muss daher auf der Arbeit gegen den Ball liegen und wir müssen die wenigen Chancen, die wir bekommen, nutzen", so Rühl, dessen Team seit der 0:7-Pleite gegen Steinau am 26. August in der Liga den Faden verloren hat. "Die Jungs ziehen im Training weiter gut mit. Vielleicht kann so ein Spiel auch unser Befreiungsschlag werden."