Krumme und Kahya fliegen zu früh vom Platz - Fotos
Aufstiegsrunde zur Gruppenliga
Entscheidendes Spiel ist nun am Freitag (18.30 Uhr) in Oberzell, da genügt Elters/Eckweisbach/Schwarzbach ein Remis, während Gastgeber Oberzell/Züntersbach ein Sieg braucht. Sollte dem FSV Thalau am Samstag der Verbandsliga-Aufstieg gelingen, gehen gar beide Kontrahenten sicher in die Gruppenliga. "Wir werden diese Woche noch einmal gut trainieren und uns voll auf das Spiel zu konzentrieren und so vielleicht eine überragende Saison noch krönen", verdeutlichte der siegreiche Spielertrainer Daniel Schirmer die Marschroute für die kommenden Tage.
Am Heimsieg gab es nichts zu rütteln, weil sich die "Hessen“ fünf ganz wilde Minuten leisteten, wo sie alles herschenken sollten: Erst erzielte Daniel Schirmer nach Vorlage von Moritz Reinhard und Jeremias Kümpel das 2:0 (37.), dann sah Yasin Kahya die fast überfällige Gelb-Rote Karte (39.), den anschließenden Freistoß setzte Maximilian Kraus aus riesiger Entfernung unter gütiger Mithilfe Ivica Madzars auch noch direkt rein (40.) und zu allem Überfluss leistete sich Richard Krumme direkt danach ein allzu unnötiges Handzeichen Richtung Heimfans, das nur mit der Roten Karte bestraft werden konnte (40.). Schon früh waren die Rhöner in Führung gegangen, weil eine einstudierte Eckballvariante mit Rückpass auf Innenverteidiger Marco Weber und präziser Hereingabe auf Torschütze Maximilian Grösch perfekt aufgehen sollte (10.). Dazu ließen Schirmer und Moritz Reinhard zwei ganz dicke Gelegenheiten frei vor Madzar liegen.
Kräfteschonend zum Kantersieg
Dank doppelter Überzahl war Durchgang zwei perfekt zum Kräfteschonen tauglich. Mit viel Leerlauf und wenig Bewegung spielte die Schirmer-Elf die Partie ganz souverän herunter. Die mindestens 1300 Zuschauer sahen nur noch wenig Glanzpunkte von der weitgehend dominierenden Heimelf, wenngleich sich die "Hessen“ keineswegs aufgeben sollten. Doch das Tor des Tages hatte sich Schirmer aufgespart, als er im ersten Versuch hängenblieb und dann ganz galant vier, fünf Spieler stehenließ und den Abschluss genau im Dreieck unterbringen sollte (67.), die letzte Aktion des leicht am Oberschenkel angeschlagenen Trainers, der nach dem Spiel vollkommen zufrieden war, allerdings offen zugab, dass er mehr Gegenwehr erwartet hätte. Der Schlusspunkt war dem wie immer starken Moritz Reinhard vorbehalten, der nach einer Ecke abstauben konnte (85.).
Und was kam vom Gast, bei dem sich Trainer Roman Prokopenko auf die Bank setzte? Die ersten 35 Minuten waren deutlich ansprechender als die erschreckende Leistung am Donnerstag, allerdings hatte gerade Johann Eirich das Pech gepachtet, machte aus zwei guten Ausgleichschancen gar nichts, zudem hätte Dominik Oelschläger einmal für Eirich querlegen müssen. Philipp Prokopenko hatte nach der Pause gar noch zwei gute Gelegenheiten zum verdienten Ehrentreffer, fallen sollte der allerdings nicht. Die "Hessen“ verteidigten nach der Pause tief und geschickt, verhinderten so zumindest ein totales Debakel. Trotz der zwei Platzverweise war der Auftritt übrigens nie unfair, weitere Karten gab es nicht gegen den Gast. Prokopenko war nach dem Spiel äußerst aufgeräumt: "Natürlich hatten wir uns mehr vorgenommen. Aber dann haben wir zwei Aktionen drin, die wir die ganze Saison nicht haben. Das ist schon bitter." Dennoch lässt er sich die Saison in Gänze keineswegs madig reden, wirft seinen Blick nur nach vorne.
Die Statistik:
Elters/Eckweisbach/Schwarzbach: Conrad - J. Hahner, Weber, Enders, K. Kümpel (65. Brehl) - Grösch, Langgut - Kraus, M. Reinhard, J. Kümpel (79. Blum) - Schirmer (72. Jörges).
SG Hessen/Spvgg. Hersfeld: Madzar - Kahya, Lendowski, Krumme, Augustin - May - Younan (55. Pepic), Uzun (55. R. Prokopanko) - P. Prokopenko, Oelschläger, Eirich (63. Wedekind).
Schiedsrichter: Christoph Eschmann (Melitia Roth).
Zuschauer: 1300.
Tore: 1:0 Maximilian Grösch (10.), 2:0 Daniel Schirmer (37.), 3:0 Maximilian Kraus (40.), 4:0 Daniel Schirmer (67.), 5:0 Moritz Reinhard (85.).
Rote Karte: Richard Krumme (SG Hessen) wegen eines unflätigen Handzeichens (40.).
Gelb-Rote Karte: Yasin Kahya (39., SG Hessen).

