Johannesberg schenkt Hünfeld ordentlich ein – Fotos

Verbandsliga: HSV verteidigt streckenweise desolat

27. August 2017, 16:40 Uhr

Hut ab, SG Johannesberg! Nach einem bärenstarken Auftritt, einer herausragenden zweiten Halbzeit und dem daraus resultierenden 4:0 (0:0)-Erfolg gegen den Hünfelder SV setzt sich das Team von Jochen Maikranz erstmal in der Spitzengruppe der Verbandsliga fest.

Dementsprechend hochzufrieden war Maikranz nach der Partie. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit mehr und mehr Vorteile erarbeitet. Und als dann nach unserem ersten Tor die Räume aufgingen, haben wir unsere Chancen eiskalt genutzt“, analysierte der SG-Trainer.

Genau so war es. Nach torlosen ersten 45 Minuten kam die SG stark und hellwach aus der Kabine. Der schnelle Lohn dann in der 56. Minute: Hamid Noori hatte sich über links durchgesetzt und flankte butterweich auf den zweiten Pfosten, wo Kapitän Alexej Reksius nur noch einnicken musste. Nur sechs Minuten später klingelte es erneut. Sorin Sergiu Leucuta kam am 16er nach desolater HSV-Abwehrarbeit an den Ball und ließ HSV-Keeper Jonas Hosenfeld keine Chance. 60 Sekunden später die endgültige Entscheidung: Noori lief nach einer superschnellen Umschaltsituation allein auf Nicolas Häuser zu, umkurvte den oft überforderten HSV-Youngster und dann auch Hosenfeld problemlos und sorgte für Jubelstürme auf dem Johannesberg (63.). Hünfeld ließ sich zwar auch jetzt nicht hängen, war aber schlicht und einfach chancenlos gegen technisch und läuferisch viel stärkere Johannesberger.

Maikranz spricht weiter von Klassenerhalt

Dabei hatte es in den ersten 45 Minuten gar nicht danach ausgesehen, dass eine der beiden Mannschaften als klarer Sieger vom Platz gehen würde. Die unterhaltsame Partie verlief ausgeglichen, der HSV hatte in den ersten 20 Minuten sogar wesentlich mehr Ballbesitz und hatte durch einen Kopfball von Sebastian Schuch (16.) auch die erste nennenswerte Torchance. Dann aber befreiten sich die Gastgeber, immer wieder angeschoben vom bärenstarken Eric Stephane Kengni Fotsing. Leucuta und Anton Balz agierten brandgefährlich – die HSV-Defensive wackelte ein ums andere Mal. Das setzte sich dann verstärkt in Hälfte zwei fort. Bis zur 76. Minute, als die Maikranz-Elf mit einem Bogenlampenkopfball des eingewechselten Yannik Kretsch (76.) den auch in dieser Höhe vollkommen verdienten Schlusspunkt setzte. Einen Grund, das Saisonziel Klassenerhalt nach dem vierten Erfolg im fünften Spiel zu ändern, sieht Maikranz aber nicht: „Nach dem tollen Start wollen wir dieses Jahr einfach genießen. Wenn wir dann tatsächlich irgendwann 40 Punkte haben sollten, sehen wir weiter.“

So gut gelaunt wie Maikranz war Dominik Weber nach der Partie naturgemäß nicht. der HSV-Trainer verschwand sofort nach dem Abpfiff kommentarlos in die Kabine. Sein Co-Trainer Niclas Rehm analysierte treffend: „Wir haben es in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht gemacht, der letzte Pass hat allerdings oft gefehlt. In Hälfte zwei war unsere Rückwärtsbewegung schwach, wir haben individuelle Fehler gemacht und der letzte Wille, den Ball verteidigen zu wollen, hat auch oft gefehlt.“ / ths

Die Statistik:

Johannesberg: Hofacker; Cotan (76. Özger), Moise (81. Dechant), Reksius, Wiesner, Kengni Fotsing, Leucuta, Noori (69. Kretsch), Balz, Kaizar, Vlk.
Hünfeld: Hosenfeld; Trabert, Häuser (66. Bublitz), Witzel, Bambey, Rohde, Krieger, Neidhardt, Fröhlich (60. Wenzel), Budenz (66. Kröning), Schuch.

Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Marburg).
Zuschauer: 500.
Tore: 1:0 Alexej Reksius (56.), 2:0 Sorin Sergiu Leucuta (62.), 3:0 Hamid Noori (63.), 4:0 Yannik Kretsch (76.).

Vermarktung:

Mehr zum Thema