35-Meter-Freistoß kostet Flieden den Punkt - Fotos
Hessenliga: 1:2-Niederlage in Neu-Isenburg
Die Fliedener Andreas Drews (links) und Christian Bohl im Duell mit Siegtorschütze Johannes Günther. Foto: Rita Hartenfelser
Fliedens Fabian Schaub, dessen Einsatz sich aufgrund von Problemen mit dem Knöchel "erst beim Warmmachen" entschieden hatte, sah seine Mannschaft in den ersten Minuten besser in der Begegnung. "Danach haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben und am Schluss bekommen wir ein blödes Gegentor. Ich weiß nicht genau, ob der abgefälscht war. Es ist dann unglücklich gelaufen", so der Torjäger nach der Partie.
Die Anfangsphase verlief ohne größere Höhepunkte. Beide Teams suchten ihr Heil zunächst mit langen Bällen in die Spitze, doch die Abwehrreihen standen zunächst sicher. Außer einer Halbchance von Marc Züge passierte nicht viel. Den ersten Aufreger der Partie gab es in der 18. Spielminute. Nach einem langen Abschlag von Lukas Hohmann behauptete Fabian Schaub den Ball im Strafraum und kam dann zu Fall. Doch der Pfiff von Schiedsrichter Thorsten Eick blieb aus. Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung.
Ein paar Minuten später dann die dickste Chance des Spiels. Nach einem Eckball stieg Niko Zeller am höchsten, traf mit seinem Kopfball aber nur die Querlatte. Von den Gastgebern bis dato vor dem Tor noch nicht viel zu sehen. Das änderte sich gut zehn Minuten vor der Pause. Nach einer schönen Kombination über Julian Chichutek und Züge zog Kapitän Marco Betz aus dem Rückraum ab, aber Hohmann war auf dem Posten. Nur eine Zeigerumdrehung später dann ein Foul von Sascha Rumpeltes an Patrick Albert im Sechzehner und diesmal gibt Eick den Elfmeter. Betz ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher (36.). Kurz vor der Pause hätte Chichutek dann nach einem starken Sololauf von der Mittellinie fast noch einen draufgesetzt, doch sein Schuss landete am kurzen Pfosten. So ging es mit der Knappen Führung für Neu-Isenburg in die Kabinen.
Günther entscheidet das Spiel
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste ohne große Torraumszenen. Gut 15 Minuten nach Wiederanpfiff dann ein Freistoß aus 18 Metern halbrechter Position, den Schaub jedoch in die Mauer hämmerte. Von dort landete das Leder vor den Füßen von Marc Götze, der von Daniel Sachs gelegt wurde. Wieder Elfmeter, diesmal verwandelt Andre Leibold sicher unten rechts (57.). Nach dem Ausgleich neutralisierten sich beide Mannschaften wieder nahezu vollends und vor den Toren spielte sich 20 Minuten nichts ab.
Spielentscheidend wurde es dann in Minute 78. Nach einem Foul von Rumpeltes 35 Meter vor dem Kasten gab es Freistoß für die Gastgeber. Johannes Günther probierte es direkt und der Ball schlug flach im Kasten von Hohmann ein. Fliedens Keeper machte dabei nicht die beste Figur. Nur eine Minute später hatte Neu-Isenburg die große Möglichkeit zur Entscheidung, doch diesmal klärte Hohmann stark mit dem Fuß gegen Albert. In der Schlussphase warfen die Buchonen dann noch einmal alles nach vorne, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.
Neu-Isenburgs Kapitän Marco Betz hatte ein "kampfbetontes Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, dass der Kopfball an die Latte ging. Dann gab es den Elfmeter für uns, der meiner Meinung nach berechtigt war. Im zweiten Durchgang dann der Elfmeter für Flieden, wo wir uns einfach nicht clever anstellen. Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir am Ende einen Tick mehr gemacht haben." Zu Günthers Freistoß meinte der Kapitän: "Es war wie letzte Woche. Natürlich war da ein bisschen Glück dabei, aber ich bin froh, dass er rein ist."
Die Statistik:
Neu-Isenburg: Kacarevic - Kamikawa, Hartmann, Bickel, Rhein - Betz, Günther (87., Buschmann) - Chichutek, Sachs, Albert (89., Tariq) - Züge (90.+2, Nedwied).
Flieden: L. Hohmann - N. Hohmann, Bartel, Zeller, Leibold - Krause, Rumpeltes (80., Gaul) - Bohl (52., Hack), Drews, Götze (70., Lembach) - Schaub.
Schiedsrichter: Thorsten Eick (FSG Alsfeld/Eifa).
Zuschauer: 290.
Tore: 1:0 Marco Betz (36., Foulelfmeter), 1:1 Andre Leibold (57., Foulelfmeter), 2:1 Johannes Günther (78.).


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