Zwei Minuten Schlafmützigkeit kosten Flieden Zählbares
Hessenliga: Dreieich siegt dank Doppelschlag
Ein Freistoß von André Fließ von der linken Strafraumseite brachte Flieden ins Hintertreffen. Buchonen-Trainer Meik Voll hatte vor eben diesen Situationen gewarnt und war dementsprechend bedient, als Tino Lagator die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie drückte (68.), nachdem Denis Talijan zunächst nur den Pfosten getroffen hatte. Dass sein Team ein bis dato gutes Spiel dann jedoch vom Anstoßpunkt weg völlig aus der Hand gab und Tino Lagator nach Vorarbeit von André Fließ direkt den zweiten Treffer nachlegte (69.), brachte Voll in Rage: „Du machst 65 Minuten ein gutes Spiel und bestrafst dich dann innerhalb von zwei Minuten selbst“, haderte Voll mit der Entstehung des ersten Gegentreffers durch einen Standard sowie mit einer vermeintlichen Abseitsstellung vor dem 0:2. „Wir pennen bei dem Freistoß, denken uns da eine dämliche Abseitsfalle aus, und dann muss ich mich beim zweiten Tor schon extrem verguckt haben, wenn das kein Abseits war. Der Doppelschlag war für uns natürlich der Genickstoß.“
Bis zum Doppelschlag lag gegen die favorisierten Gäste gar die Fliedener Führung in der Luft. Im zweiten Abschnitt hatte Flieden nach 50 Minuten die Doppelchance: Erst konnte Dreieich-Keeper Pierre Kleinheider einen wuchtigen Freistoß von Fabian Schaub nur zur Ecke klären, diese köpfte Luca Gaul nur knapp über das Tor. Ohnehin waren es Standards, die beinahe die Fliedener Führung bedeutet hätten. So konnte Dreieich einen Schaub-Kopfball nach Krause-Freistoß erst in letzter Sekunde klären (62.), ehe Schaub den nächsten Freistoß mit aller Gewalt knapp über das Tor setzte (63.). Auf der anderen Seite hatte jedoch auch Zubayr Amiri die dicke Chance, traf nach 53 Minuten jedoch nur die Latte.
„Genau auf dieses Spiel hatten wir uns vorbereitet. Wir kannten den Platz von dem Spiel vor eineinhalb Jahren und wussten, dass die langen Bälle auf Schaub und Drews kommen. Aber wir haben das gut angenommen und haben in der zweiten Hälfte noch eine Schippe draufgelegt“, war Dreieich-Coach Rudi Bommer zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die durch Alban Lekaj nach 83. Minuten das dritte Tor hätte nachlegen müssen. Aus Fliedener Sicht kam der Anschlusstreffer von Fabian Schaub in der Nachspielzeit letztlich zu spät.
In die Pause hätten beide Mannschaften mit einer knappen Führung gehen können, doch die dickste Chance hatten die Gastgeber vergeben: Felix Hack bekam bei einer Flanke von Andre Leibold auf den langen Pfosten nicht genug Druck hinter den Ball und köpfte das Leder knapp über das Tor (20.). Auf der anderen Seite hatte Dreieich vor allem in der Schlussphase der ersten Hälfte am meisten Druck entwickelt. So hätte Nikola Mladenovic beinahe einen Kopfball von Andre Leibold ins Zentrum dankend als Vorlage akzeptiert, sein Schuss landete jedoch knapp rechts neben dem Gehäuse (42.). Zuvor hatte bereits Zubayr Amiri die Führung auf dem Fuß, setzte seinen Schuss von halblinks jedoch etwas zu hoch an (33.). Viel mehr ließen die Fliedener jedoch nicht zu und verdienten sich so bereits zur Pause den Respekt des Konkurrenten.
Die Statistik:
Buchonia Flieden: L. Hohmann – Leibold, Zeller, N. Hohmann (79. Bohl), Rumpeltes – Gaul (70. Stange), Krause – Götze (61. Lembach), Drews, Hack – Schaub.
Hessen Dreieich: Kleinheider – Opper, Talijan, Gavric, Kohl – T. Fließ, Mladenovic – Z. Amiri, A. Fließ (85. Klein), Schnier (46. Lekaj)– Lagator.
Schiedsrichter: Alexander Wahl (Wolfhagen)
Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Tino Lagator (68.), 0:2 Tino Lagator (69.), 1:2 Fabian Schaub (90.+1)


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