Steinbach hadert mit Referee, Flieden hat Schaub

Hessenliga: Buchonen gewinnen auch ihr drittes Derby - Fotos

30. September 2017, 15:45 Uhr

Foto: Kevin Kremer

Der SV Buchonia Flieden hat auch den dritten osthessischen Konkurrenten in der Hessenliga besiegt: Im Steinbacher Mühlengrund behaupteten sich die Buchonen trotz einer wenig überzeugenden Vorstellung mit 3:2 (2:1). Der SVS wartet damit weiter auf den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Petr Paliatka und bleibt im Tabellenkeller.

In einem Spiel, in dem erst in der Schlussphase Derbystimmung aufkam, zog Flieden den Steinbachern vor allem mit individueller Klasse in der Offensive den Zahn. Das Spiel war nach 51 Minuten praktisch entschieden, nachdem Sascha Rumpeltes auf Zuspiel von Andreas Drews links durchgestartet war und Marc Götze den Ball nur noch zum 3:1 über die Linie drücken musste.

Dass Steinbach zunächst wie der sichere Verlierer aussah, lag schließlich an einer wiederholt strittigen Entscheidung von Referee Timo Ide (Marburg), der Drews einen Freistoß für Flieden zusprach, allerdings wohl eher andersrum hätte entscheiden müssen. Die lautstarken Proteste von Steinbachs Kapitän Steffen Trabert mündeten in der Ampelkarte für den Verteidiger (67.). Gegen zehn Steinbacher mussten die Buchonen das Ergebnis eigentlich nur noch verwalten, hätten nach 79 Minuten jedoch auch den vierten Treffer nachlegen können, als Schaub und Drews alleine auf SVS-Verteidiger Sebastian Bott zuliefen, der gegen Schaub klärte.

Individuelle Klasse lässt Flieden jubeln

Und so kam für zehn Minuten doch noch einmal Spannung auf, als der eingewechselte Sascha Schleinig einen langen Ball von Markus Schaub zum Anschlusstreffer nutzte (83.). "Bei dem, was wir da am Schluss gespielt haben, hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir da noch bestraft worden wären", war Fliedens Trainer Meik Voll trotz des Erfolgs mächtig sauer auf seine Mannen. Auf Steinbacher Seite überwog dagegen der Frust, dass die Leistung erneut nicht zu einem Punktgewinn genügt hatte. "Immerhin hatte man das Gefühl, dass das 3:3 noch hätte fallen können. Das war zuletzt nicht der Fall", konnte SVS-Spielertrainer Petr Paliatka der Partie zumindest etwas Positives entnehmen.

Die Gäste aus dem Königreich hatten im Mühlengrund, wo Paliatka aufgrund einer Zerrung nur von außen coachte, nie richtig ins Spiel gefunden. Während der SVS schon nach neun Minuten nach einem Kopfball von Michael Wiegand Handelfmeter forderte, Steffen Trabert nach 21 Minuten Keeper Lukas Hohmann prüfte und Florian Münkel ein Abseitstor erzielte (22.), hatte Flieden mit Fabian Schaub einen entscheidenden Mann auf dem Feld. Schon Treffer Nummer eins ging halb auf Schaubs Konto, als er sich unwiderstehlich auf der linken Seite durchtankte und im Zentrum Andreas Drews die perfekte Vorlage lieferte. Noch mehr Applaus verdiente sich Schaub dann bei Treffer Nummer zwei: Ein halbhohes Zuspiel von Marc Götze verarbeitete der Sturmtank sensationell und hob die Kugel halb mit dem Rücken zum Tor stehend ins linke obere Eck (29,)

Dass im Mühlengrund dennoch nicht schon früh Langeweile aufkam, lag an enem tollen Treffer von Steinbachs Michael Wiegand, der aus halblinker Position aus 22 Metern mit einem satten Schuss ins lange Eck traf. Da bei Flieden abgesehen von den Toren nicht viel zusammenlief, hatte Trainer Meik Voll schon zur Pause offenkundig seine Unzufriedenheit mitgeteilt.

Die Statistik:

SV Steinbach: Motzkus - Schaub, Bott, Trabert, F. Wiegand - Toskovic, M. Wiegand, Dimitrijevic, Manß (70. Schleinig) - Kvaca, Münkel (70. Ludwig)
SV Flieden: L. Hohmann - Leibold, Zeller, N. Hohmann, Rumpeltes - Gaul (52. Bartel), Krause (33. Herr) - Götz, Drews, Bohl (82. Trenkler) - Schaub.

Schiedsrichter: Timo Ide (Marburg).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Andreas Drews (23.), 0:2 Fabian Schaub (29.), 1:2 Michael Wiegand (32.), 1:3 Marc Götze (51.), 2:3 Sascha Schleinig (83.).
Gelb-Rote Karte: Steffen Trabert (Steinbach, 67.).

Autor: Viktoria Goldbach

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