Starke A-Liga macht Poppenhausen zu schaffen
A-Liga Rhön: Breitung stärkt Mario Krieger den Rücken
„Natürlich hatten wir uns vor der Saison mehr erwartet. Ziel war ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Im Moment müssen wir uns aber leider eher nach unten orientieren“, sagt Poppenhausens Abteilungsleiter Stefan Breitung, denn Rang 14 würde aktuell die Relegation bedeuten.
Seit fünf Spielen wartet der TSV nun schon auf den nächsten Sieg, zuletzt haben sich immer wieder Niederlagen mit Unentschieden abgewechselt. Das Auf und Ab macht Breitung an verschiedenen Aspekten fest, unter anderem der Ausgeglichenheit in der A-Liga Rhön: „Die Klasse ist in diesem Jahr schon megastark geworden. Dadurch, dass Mackenzell und Nüsttal noch kurzfristig umgruppiert worden sind, sind Mannschaften wie Büchenberg und Rönshausen jetzt auch noch dabei. Da kann jeder jeden schlagen.“
Aber auch die Tatsache, dass der TSV Woche für Woche eine andere Mannschaft aufbiete, spiele derzeit eine Rolle. Neben rotgesperrten Spielern mussten immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle kompensiert werden. „Wir konnten uns noch nicht richtig einspielen, haben noch mehrere Langzeitverletzte. Daher machen wir unserem neuen Trainer Mario Krieger auch absolut keinen Vorwurf. Er macht das super, hat immer 20 Mann im Training“, betont Breitung, der sich wünscht, dass künftig auch die Spieler mittleren Alters in die Bresche springen: „Wir haben eine junge Truppe, der oft noch die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Den jungen Küken fehlt die Erfahrung, sonst hätten wir sicherlich schon fünf, sechs Punkte mehr. Deswegen sind jetzt die gefordert, die nun auch schon mehrere Jahre bei uns spielen. Da geht es darum, nicht nur Mitläufer zu sein, sondern jetzt auch selbst Verantwortung zu übernehmen.“
Denn dass deutlich mehr Potenzial vorhanden ist, als es die aktuelle Tabellensituation aussagt, zeigen die Ergebnisse gegen die Teams aus der Spitzengruppe: Spitzenreiter Künzell II trotzte Poppenhausen den einzigen Punktverlust der Saison ab, gegen Margretenhaun und Rönshausen sprangen ebenso Unentschieden heraus, KOL-Absteiger Gersfeld wurde 2:1 besiegt. Lediglich der SG Büchenberg musste sich der TSV geschlagen geben.
Ganz entscheidend wird nun am kommenden Sonntag das Duell bei Tabellennachbar Hettenhausen. „Da kann sich zeigen, wo für uns die Reise hingeht“, erwartet der Abteilungsleiter die Partie mit Spannung, macht vier Partien vor der Winterpause aber auch deutlich: „Wir schauen jetzt von Woche zu Woche immer weiter. Wir haben noch drei Auswärtsspiele und Künzell II zuhause. Da wollen wir natürlich so gut wie möglich punkten. Ich habe aber vollstes Vertrauen in die Mannschaft.“

