Wenn Julian Pecks zum Brasilianer wird - Fotos
Hessenliga: 3:1-Sieg gegen Rot-Weiß Hadamar
Kippen können hätte das Spiel nur in der Phase nach dem frühen 1:0 von Patrick Broschke, als Hadamar im direkten Gegenzug das 1:1 auf dem Fuß hatte, Jonas Herdering jedoch frei vor Bayar den Ball nicht richtig treffen sollte (7.). Ähnliches Muster bei der zweiten dicken Chance der Gäste: Dieses Mal setzte sich Jann Bangert auf der rechten Seite ganz stark durch, doch wie schon 25 Minuten zuvor traf auch Steffen Rücker das Spielgerät nicht perfekt.
Ansonsten steigerte Lehnerz sich mit zunehmender Spieldauer und nahm immer mehr das Heft in die Hand. Gerade die beiden Angreifer Patrick Broschke und Jan-Niklas Jordan, die immer wieder im Sprint hinter die Abwehr liefen, bekam Hadamar nicht verteidigt. Dazu konnte Alexander Reith hinter den Spitzen im 3-5-2-System schalten und walten, dabei profitierte Lehnerz von zahlreichen Ballverlusten der Gäste im Spielaufbau und einer schwachen Absicherung bei Kontersituationen.
Für die Highlights war aber ein Verteidiger zuständig: Julian Pecks. Tanzte der bärenstarke Edelzeller beim 2:0 die Hadamarer Defensive mit einem klasse Sololauf fast schon brasilianisch aus und hatte das Auge für Andre Vogt am langen Pfosten (39.), brachte er beim 3:0 von Patrick Schaaf eine punktgenaue Flanke aus den Kopf des Kapitäns (42.). Damit war die Messe bereits zur Pause gelesen. Nach der Pause passierte aus dem 1:3-Anschlusstreffer von Marius Löbig so gut wie nichts mehr (84.), die Partie plätscherte nach dem Seitenwechsel lange vor sich hin, ehe Hadamar in den Schlussminuten noch einige hochkarätige Möglichkeiten liegen ließ. Kippen sollte das Spiel aber nicht mehr.
Abgerundet wurde der unter dem Strich gelungene Nachmittag mit der Tatsache, dass Lehnerz-Konkurrent Bayern Alzenau parallel beim Nachbar Borussia Fulda mit 1:4 unterlag und die Mannen von Trainer Marco Lohsse nun nicht nur ein Punkt vor dem FCB sind, sondern auch noch zwei Partien in der Hinterhand haben.
Die Statistik
TSV Lehnerz: Bayar - Pecks, Sonnenberger, Bartel - Youm, Schaaf - Strangl (68. Wollny), Reith (79. Bravo-Sanchez), Vogt (79. Wittke) - Jordan, Broschke.
SV Rot-Weiß Hadamar: Strauch - Schraut, Sembene, Kuczok, Zouaoui - Kretschmer, Herdering - Zey (72. Nogi), Löbig, Rücker - Bangert (68. Winter).
Schiedsrichter: Daniel Velten (Schöffengrund).
Zuschauer: 350.
Tore: 1:0 Patrick Broschke (6.), 2:0 Andre Vogt (39.), 3:0 Patrick Schaaf (43.), 3:1 Marius Löbig (84.).

