Sari: "Für uns haben die drei Punkte gezählt"
Verbandsliga Süd: Türk Gücü lässt kurzzeitig Spannung aufkommen
Kaan Köksal (links) traf vom Punkt zum 2:0 für den Hanauer SC. Am Ende siegte sein Team mit 3:1 in Großkrotzenburg. Foto: Patrick Scheiber
Germania Großkrotzenburg - Hanauer SC 1:3 (1:2)
"Ich habe schon Anfang der Woche gesagt: dass wird einen unserer schwersten Spiele und so war es dann auch", so Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari nach dem Sieg gegen das Schlusslicht. Die Gäste gingen bereits nach sechs Minuten durch Semih Aydilek in Führung, der von Kazuki Takahashi über die rechte Seite mustergültig bedient wurde. Knapp zehn Minuten später hatte Kaan Köksal die dicke Chance zu erhöhen, als er fast von der Mittellinie allein auf Torhüter Maximilian Christ zusteuerte, aber im Eins-gegen-Eins an diesem scheiterte. Weitere zehn Minuten später sollte es dann aber mit dem 2:0 klappen. Aydilek kann im Strafraum nur per Foul gestoppt werden, den fälligen Elfmeter verwandelte Köksal sicher.
Nach einer halben Stunde tauchte Großkrotzenburg das erste Mal vor dem Tor der Hanauer auf, doch Thorsten Kirchhoff konnte den Ball nicht im Tor von Abdul Samed Ersöz unterbringen. In der 40. inute gelang dann aber doch noch der Anschlußtreffer. Der agile Gierrino Fangacci setzte Sebastian Maicher in Szene, der mit einem schönen Schlenzer in die lange Ecke den 1:2-Pausenstand herstellte.
Nach der Pause taten sich die Gäste schwer und die Germania zeigte sich etwas präsenter und kam auch zu Torchancen. So hatte Kirchhoff kurz vor dem Ende die große Chance zum Ausgleich, setzte den Ball per Kopf aber knapp neben das Gehäuse. Aber auch Tkahashi und Aydilek hätten für Hanau früher den Deckel draufmachen. Dies sollte dann dem eingewechselten Giorgi Piranashvili vorbehalten sein. Ebenfalls eingewechselt wurde Max Grammel, der nach vier Spielen Sperre gegen seinen alten Club sein Comebach für den HSC geben durfte. "Spielerisch war das sicher nicht unser bestes Spiel, für uns haben aber die drei Punkte gezählt. Mit 41 Punkten sind wir zwar noch nicht gerettet, können am Sonntag aber etwas beruhigter nach Bruchköbel fahren", so Sari.
Schiedsrichter: Johannes Helmut Baumann (FSV Fernwald).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Semih Aydilek (6.), 0:2 Kaan Köksal (26. Foulelfmeter), 1:2 Sebastian Maicher (40.), 1:3 Giorgi Piranashvili (90.).
(db)
Türk Gücü Friedberg - SG Bruchköbel 5:3 (3:2)
Mächtig was los war auf dem Sportplatz in Ober-Rosbach. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach 16 Minuten mit 1:0 in Führung. Betim Mezimi hob den Ball zu Baris Özdemir, der Marcel Dumann mit einem herrlichen Lupfer überwinden konnte. Auch danach von den Gästen wenig zu sehen und Masse Bell Bell per Doppelschlag schien schon früh für die Entscheidung zu sorgen. Erst konnte er einen Abpraller verwerten (26.), bevor er nur zwei Minuten später nach einer starken Kombination von Emre Kadimli und Baris Odabas die Nerven behielt.
Bis dato noch nichts zu sehen von Bruchköbel, doch dies sollte sich ändern. Mit zwei Standardsituationen waren die Gäste zurück im Spiel. Zunächst konnte Ugur Erdogan nach einem Freistoß und dann Lukas Gottwald nach einem Eckball relativ unbedrängt einnicken und sorgten noch vor der Pause wieder für Spannung. Die sollte sich dann aber nach der Pause relativ schnell wieder legen, als Mezimi in der 61. Spielminute und fünf Zeigerumdrehungen später erneut Özdemir, der Dumann aussteigen ließ und danach locker einschob für Türk Gücü trafen. Der zweite Treffer von Lukas Gottwald konnte am Friedberger Sieg nichts mehr ändern.
Friedbergs Co-Trainer Gültekin Cagretekin freute sich über die drei Punkte, rüffelte sein Team aber auch für die Phase kurz vor der Pause: "Wir haben es nach dem 3:0 einfach versäumt, die Spannung hoch zu halten und den Deckel drauf zu machen. Nach der entsprechenden Ansage in der Halbzeit haben wir aber wieder einen Gang hochgeschaltet und auch verdient gewonnen." Im Hinblick auf die verrückte Tabellensituation in der Verbandsliga mahnt Cagretekin: "Natürlich war das heute ein ganz wichtiger Sieg für uns, gerade wenn man auf die anderen Ergebnisse schaut. Aber noch haben wir nichts erreicht."
Schiedsrichter: Patrick Glaser (FC Freudenberg).
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Baris Özdemir (15.), 2:0, 3:0 Masse Bell Bell (26., 28.), 3:1 Ugur Erdogan (34.), 3:2 Lukas Gottwald (41.), 4:2 Betim Mezimi (61.), 5:2 Baris Özdemir (66.), 5:3 Lukas Gottwald (73.)
(db)
Usinger TSG - FC Bensheim 2:1 (0:1)
Nach zehn Gegentoren in den vergangenen beiden Partien blieb es am Donnerstagabend aus Usinger Sicht bei einem Gegentreffer durch Bensheims Spielertrainer Elton da Costa. "Wir haben nervös begonnen, dadurch hat Bensheim spielerisch dominiert und das Tor erzielt", sagte Usingens Trainer Marcel Kopp nach Abpfiff. Der entscheidende Wendepunkt in der Partie war dann die taktische Umstellung der Usinger in der zweiten Hälfte, die ab diesem Zeitpunkt mit drei Spitzen agierten. "Bensheim ist nicht damit klar gekommen. Wir haben das ausnutzen können, um mutig und wacher nach vorne zu spielen", freute sich Kopp. Adrian Bitiq, der auch schon im Hinspiel traf und Tim Pelka ließen die Hausherren jubeln. Mit viel Willensstärke und in Überzahl brachten die Usinger dann das Ergebnis über die Zeit.
Neben dem Sieg freute sich Marcel Kopp auch über den Einsatz von Christian Kaus, der nach acht Spielen Sperre, wieder in die Mannschaft rückte und direkt von Beginn an spielte. Nun sollen die Kräfte für die Aufgaben am Sonntag gebündelt werden. Usingen empfängt dabei Vatanspor Bad Homburg zum Derby, während Bensheim beim Tabellenführer in Neu-Isenburg antreten muss und dort Wiedergutmachung für die Niederlage bei der TSG leisten könnte.
Schiedsrichter: Marius Ulbrich (SV Phönix Düdelsheim).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Elton da Costa (16.), 1:1 Adrian Bitiq (49.), 2:1 Tim Pelka (61.)
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Julius Schäfer (88. Bensheim) nach wiederholtem Foulspiel.
(es)

