Bad Vilbel bleibt an Tabellenspitze dran

Verbandsliga Süd: Knell ist gegen Hanau der Mann des Tages

13. Mai 2017, 17:50 Uhr

Bad Vilbel (grün-weiße Trikots) siegte im Duell gegen Hanau (gelb-schwarze Trikots) mit 2:1. Foto: Selina Eckstein

Im Samstagabendspiel der Verbandsliga Süd zwischen dem FV Bad Vilbel und dem Hanauer SC hatte am Ende nur eine Mannschaft gut lachen. Die Hausherren entschieden die Partie mit einem 2:1 (2:0)- Sieg für sich und verkürzten damit den Abstand auf die Tabellenspitze (Neu-Isenburg und Ginsheim) auf einen Punkt. Die Gäste aus Hanau waren hingegen ersatzgeschwächt angereist, weshalb der Sportliche Leiter Okan Sari überraschend sein Debüt in der Schlussphase gab.

FV Bad Vilbel - SC Hanau 1960 2:1 (2:0)

"Ich frage mich, warum die Gegner gegen uns immer besonders motiviert sind und eine höhere Motivation haben als gegen andere Vereine", so Amir Mustafic unmittelbar vor Anpfiff, der an der Sprecherkabine eine Gopro, eine kleine Kamera aufhing, um im Nachhinein das Spiel seiner Mannschaft zu beurteilen. "Leider hat die Speicherkarte nicht funktioniert, deshalb konnte ich das Spiel nicht aufnehmen", erklärte Bad Vilbels Trainer nach Abpfiff, der sich nun nicht mehr die Treffer seines Doppelschützens Lukas Knell im Nachhinein ansehen kann, aber dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Spieler war. "Unser einziges Manko war es, dass wir das dritte Tor nicht gemacht haben."

Mit seiner Einschätzung zum Spielverlauf sollte Mustafic aber recht behalten. Hanau trat von Beginn an offensiv auf, ohne mit einer eigenen Chance gefährlich vor das gegnerische Tor zu gelangen, trotzdem konnten sie das hohe Tempo der Hausherren zunächst mithalten. Erst nach der Pause bauten die Gäste ab und erspielten sich keine Chancen mehr. Doch da lagen die Hanauer schon mit 0:2 hinten. "Es ist natürlich einfacher, wenn du 2:0 führst, als wenn du 0:2 hinten liegst", urteilte Hanaus Trainer nach der Partie.

"Nur ein Ding, dann sind wir dran"

Bad Vilbels Lukas Knell war es innerhalb von drei Minuten gelungen, zwei Treffer für Bad Vilbel zu erzielen (31./34.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gastger nur wenige Chancen erarbeitet und waren somit die effektivere Mannschaft. "Wir brauchen nur ein Ding, dann sind wir wieder dran", rief Hanaus Trainer Seref Zangir seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte immer wieder zu. Doch der Torerfolg von Giorgi Piranashvili in der 90. Minute kam zu spät, um noch etwas an dem Ergebnis zugunsten der Gäste zu ändern.

"Wir haben heute mit dem letzten Aufgebot gespielt, weil viele Spieler wegen Magendarmgrippe ausgefallen sind. Deshalb musste auch unser Sportlicher Leiter, Okan Sari, sein Debüt in der Verbandsliga Süd feiern, was er gut gemacht hat", so Zangir, der sich vorstellen kann, auch noch in den verbleibenden beiden Spielen auf seinen Sportlichen Leiter zu setzen. Ansonsten war Hanaus Trainer zufrieder mit der Leistung seiner Mannschaft, die das hohe Tempo von Bad Vilbel mitgehen konnten und viele Spielanteile in der ersten Hälfte hatten. "Mit ein bisschen Glück wären wir vielleicht in Führung gegangen. Aber es sollte heute einfach nicht so sein."

Die Statistik

FV Bad Vilbel: Orband - Geh, Babic, Uslu, Knauer, Bauscher (90.+3 Schlatter), Maksumic, Sabic, Emmel, Grüter, Knell (65. Osman). - Trainer: Amir Mustafic.
SC Hanau 1960: Ersöz - Usta, Saletnik, Arslan, Dauber (45. Antonio Parker), Köksal, Tesfaldet, Piranashvili, Travis Parker, Mahboob (87. Sari), Okutan (74. Hoxha). - Trainer: Seref Zangir.

Schiedsrichter: Abdelkader Boulghalegh (Groß-Gerau).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Lukas Knell (31.). 2:0 Lukas Knell (34.), 2:1 Giorgi Piranashvili (90.).

Autor: Selina Eckstein