Langens Stoytchev zündet Vorstufe zum Aufstiegsfinale

Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt Ost: Niederrodenbach verliert knapp

03. Juni 2017, 19:04 Uhr

Dominik Seibel (vorne) erzielte die Führung für Langen. Foto: Christoph Weß

Im ersten Spiel zur Aufstiegsrunde in die Gruppenliga Frankfurt Ost hat der 1. FC Langen durch den 2:1 (1:0)-Erfolg bei Germania Niederrodenbach das Tor zum Aufstiegsfinale geöffnet. Dem Offenbacher Kreisoberligisten reicht am kommenden Mittwoch ein Unentschieden, um weiter zu kommen. Die Niederrodenbacher aus der Kreisoberliga Hanau hingegen müssen mindestens ein Tor im Rückspiel erzielen.

Germania Niederrodenbach - 1. FC Langen 1:2 (0:1)

Das von Niederrobenbachs Spielertrainer Jochen Breideband im Vorfeld erhoffte Duell auf Gruppenliga-Niveau fand zwischen den beiden Kreisoberligisten vor rund 370 Zuschauern nicht statt. Zu viele Anspielfehler auf beiden Seiten - oft auch direkt in die Füße des Gegners - sorgten dafür, dass relativ wenig Spielfluss am Stück zustande kam. Bei allen nennenswerten Torchancen bis weit in die erste Halbzeit wurde jeweils die Mithilfe des Gegners beansprucht. Bei der 1:0-Führung holte sich Langen einen Strafstoß nach einem Foul von Onur Bulut an Florian Beckmann. Im Nachsetzen verwandelte Dominik Seibel, dessen Elfer erst von Tobias Kirchner entschärft wurde, allerdings wieder direkt vor die Füße von Seibel. Auf der anderen Seite machten die Gäste auch einige Geschenke in der Defensive, die von den Germanen aber nicht entschlossen genug verwertet wurden: Zweimal Outhman Bouras brachte seinen Schlussmann Faruk Duman in massive Bedrängnis, und auch Kevin Westerkamps "tödlicher Pass" nach hinten blieb für die Kilinc-Elf ohne Folgen.

Dann aber doch noch zweimal die Niederrodenbacher aus der eigenen Initiative heraus, aber Dejan Gesch völlig freistehend, als der Ball nach einer Fußabwehr von Duman auf der Oberkante der Latte landete (41.), und Emre Akcay, dessen Kopfball eine MInute später Daniel Kirnig von der Linie kratzte, schafften nicht den erhofften Ausgleich. Im Gegenteil hätte dann noch fast Mike Stoytchev mit seinem Hinterkopfball an den Außenpfosten auf 2:0 für Langen gestellt.

Ein Tor war zu wenig

Nach dem Seitenwechsel versuchten sich die Germanen erst mit Daniel Schilling über die linke Seite, dessen flache Hereingabe keinen Abnehmer im Zentrum fand (58.) Sieben Minuten später eine identische Situation, diesmal war Marcel Fuchs der Passgeber. Beim dritten Anlauf klappte es dann: Als sich Bulut links durchtankte, stand Fuchs richtig und schob zum 1.1-Ausgleich ein (78.). Zu diesem Zeitpunkt war das Unentschieden auch verdient, zumal der eingewechselte Benjamin Goedecke zuvor aus abseitsverdächtiger Position mit einer Volleyabnahme links stehend mit rechts wunderschön ins lange lange Eck traf. Das Glück hatte dann aber der FC auf seiner Seite, denn Stoytchev traf vier Minuten vor dem Ende zum vielumjubelten Sieg für die Gäste.

"Von der 50. bis 75. Minute hatten wir keine Ordnung im Spiel und konnten die Bälle vorne nicht halten. Nach dem 1:1 aber haben wir die richtige Antwort gegeben und verdient gewonnen", äußerte sich Langens Coach Murat Kilinc. Zugleich war sein Trainer-Kollege Jochen Breideband mit dem Ergebnis nicht zufrieden: "Das es eng werden würde, konnte man erwarten. 50:50 Situationen haben wie erwartet den Ausschlag gegeben. Nur ein Tor war bei den vielen Chancen einfach heute zu wenig."

Die Statistik:

Germania Niederrodenbach: Kirchner; Wissenbach, Gesch, Becker (75. Breideband), Bekirov, Klimas, Fleischer, Fuchs, Schilling (67. Goedecke), Akcay, Bulut - Trainer: Jochen Breideband.
1. FC Langen: Duman; Westerkamp, Feldscher, Ma. Werner, Kirnig (82. Dzinovic), Beckmann, Stoytchev, Bouras, Seibel (76. Dane Greising), Ayguel (70. Deuker), Mo. Werner - Trainer: Murat Kilinc.

Schiedsrichter: Timo Hager (Gisnheim-Gustavsburg).
Zuschauer: 370.
Tore: 0:1 Dominik Seibel (18., Foulelmeter im Nachsetzen), 1:1 Marcel Fuchs (78.), 1:2 Mike Stoytchev (86.).

Autor: Christoph Weß