Mit Respekt und Demut, aber nicht chancenlos

Gruppenliga Frankfurt West: Aufsteiger Beienheim will 40 Punkte

14. Juli 2017, 11:55 Uhr

Tauland Mazllomaj ist der letzte Neuzugang des SKV Beienheim. Foto: Facebook-Auftritt Beienheim

In der Außenseiterrolle und als Underdog bezeichnete Pressesprecher Michael Major den SKV Beienheim. Als Meister aus der Kreisoberliga Friedberg sei der Aufsteiger demütig nun eine Liga höher antreten zu dürfen, in der der SKV aber nicht chancenlos sei, wie Major gegenüber unserem Portal erklärte.

"Wir haben Respekt für den kommenden Aufgaben und müssen uns zunächst zurecht finden und einspielen, damit wir uns etablieren können. Aber ich traue uns schon einiges zu und habe keine Angst", fügte der Pressesprecher, auch mit Selbstbewusstsein, hinzu. Zum Auftakt in die Gruppenliga-Saison erwartet Beienheim direkt ein Derby gegen den VfB aus dem sieben Kilometer entfernten Friedberg. Beide Vereine kennen sich noch aus der Kreisoberliga, ehe die Friedberger in der Saison 2015/16 aufgestiegen sind. Allerdings lag das lediglich am besseren direkten Vergleich gegen Beienheim. "Es hatte damals einen Beigeschmack, dass wir dem VfB den Vorzug lassen mussten, aber das hat heute nichts mehr zu bedeuten. Sportlich ist es nun auch was ganz anderes", blickte Major positiv auf das Heimspiel am ersten Spieltag, an dem Beienheim gerne mit einem Sieg in die Saison starten möchte. Um das große Saisonziel, den Klassenerhalt, mit 40 Punkten zu erreichen, sollen so viele Heimspiele wie möglich gewonnen werden. "Ich würde mir wünschen, dass wir in den ersten beiden Heimspielen sechs Punkte holen." Nach dem Derby gegen Friedberg hat der Aufsteiger am zweiten Spieltag frei und empfängt erst in der darauffolgenden Woche TuS Merzhausen, ehe es zum ersten Auswärtsspiel nach Nieder-Erlenbach geht. "Das Programm ist machbar, aber es wäre vermessen zu sagen, dass es leicht wäre", so Beienheims Pressesprecher, der sich auch zu Merzhausen äußerte: "Mit Enis Dzihic haben sie einen erfolgshungrigen Trainer geholt und sich auch personell verstärkt, deshalb glaube ich, dass sie unter den ersten Acht landen werden." Als Favoriten um den Aufstieg in die Verbandsliga sieht Major aber noch andere Vereine, wie der FC Kalbach, der SC Dortelweil, die SG Bornheim Grün-Weiß und die Sportfreunde 04 sowie der FC Neu-Anspach.

Mazllomaj: "Möchte mithelfen die Klasse zu halten"

Auch der SC Dortelweil ist nicht weit von Beienheim entfernt und somit ein weiteres Derby. Außerdem freut sich Pressesprecher Major darauf bei den Frankfurter Vereinen zu spielen: "Das ist ein großartiges Erlebnis, auch weil viele Spieler im Frankfurter Raum wohnen und somit keine weiten Wege haben." Die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Stete konnte weites gehend gehalten werden und wurde nun noch in der breite verstärkt. Neben den beiden Neuzugängen Louis Korn (Türk Gücü Friedberg) und Leon Hirzmann (SV Ober-Mörlen) konnte der Verein nun zwei weitere neue Spieler in den eigenen Reihen begrüßen. Mika Wycliff Garöb soll die Offensive des SKV verstärken und wurde deshalb vom Kreisoberligisten und ehemaligen Konkurrenten SG Dorn-Assenheim/Weckesheim geholt. "Kalle Stete freut sich über den Neuzugang und spricht von einem äußerst ehrgeizigen, jungen und talentierten Mann, der den nächsten Schritt in seiner Fußballerischen Karriere machen möchte", heißt es auf der Facebook-Seite der Beienheimer. Ebenfalls für die Offensive wurde auch Tauland Mazllomaj geholt, dessen Bruder Flo bereits das Trikot des SKV trägt. Die beiden sind damit das dritte Brüder-Paar im Seniorenbereich der Beienheimer. Der 25 Jahre alte Frankfurter spielte unter anderem für Viktoria Preußen Frankfurt, den FC Kosova Frankfurt und in der vergangenen Saison für die SG Bornheim Grün-Weiß. "Ich möchte möglichst viele Spiele machen und mithelfen die Klasse zu halten. Wir haben die Qualität aber es wird eine schwere Saison in der jeder Punkt zählt", wird Mazllomaj auf der Facebook-Seite zitiert und auch Trainer Stete äußerte sich über den vierten Neuzugang: "Mit Tauland Mazllomaj gewinnt unsere Mannschaft zweifelsfrei weiter an Qualität, mit Ihm wird unser Spiel noch variabler."

Autor: Selina Eckstein