Familiärer Verein mit wenig Wechseln

Gruppenliga Frankfurt Ost: Nur Handlungsbedarf in Marköbels Offensive

18. Juli 2017, 13:56 Uhr

Marköbels Trainer Wolfram Rohleder hat kaum Abgänge zu beklagen. Foto: Patrick Scheiber

Die SG Marköbel zählt wohl zu den "Dinos" in der Gruppenliga Frankfurt Ost, da der Verein nun in seine zwölfte Gruppenliga-Saison in Folge geht. Bislang landete die SG am Saisonende dabei auf den Plätzen zwei bis elf. Auch in der kommenden Runde soll der Klassenerhalt das angestrebte Ziel sein. Damit das gelingt wurde vor allem die Offensive durch neue Spieler verstärkt.

In der Sommerpause hat die SG Marköbel Handlungsbedarf in der Offensive gesehen. Grund dafür war die Torausbeute in der vergangenen Saison. Lediglich 32 Treffer durfte die Mannschaft von Trainer Wolfram Rohleder bejubeln. Bis auf Absteiger VfR Kesselstadt, die nur 19 Tore erzielten, hatte kein Verein weniger Treffer auf dem Konto. Trotzdem reichte es am Ende zum Klassenerhalt, was wohl auch an dem Rückzug des KV Mühlheim und der Situation in Kesselstadt (lediglich zehn Punkte am Saisonende) lag. "In der neuen Runde erwarte ich einen viel härteren Abstiegskampf", blickte Rohleder auf sein achtes Jahr als Trainer in Marköbel. Um in diesem zu bestehen, sollen auch die Neuzugänge ihren Teil dazu beitragen. Allen voran Can Kayalar, der von der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen kommt und für die Spielgemeinschaft 23 Tore in der Kreisoberliga Büdingen erzielte. Außerdem wurde Daniel Schabet (Germania Rothenberge) und Philipp Op de Hipt (SG Rüddingshausen/Londorf) für die Offensive geholt, die bereits schon Erfahrungen in der Gruppenliga gesammelt haben. Ebenfalls aus Rothenberge konnte sich die SG die Dienste von Jan Strüter sichern, der mit Marcel Gerken (FC Hochstadt) die Neuzugänge komplettiert. Außerdem wurden Fabian Dohmke, Jonas Gumbel und Niklas Oppermann aus der eigenen Jugend hochgezogen.

"Wer einmal bei uns ist, bleibt meistens auch"

Den Verein hingegen verlassen hat Torwart Malte Herr, der aus familiären Gründen seine Karriere beendet. Pascal Topitsch und Jens Hummel werden dem Kader nur selten bis gar nicht zur Verfügung stehen, da sie aus beruflichen Gründen pausieren. Lediglich Mirco Schwarzer (Germania Großkrotzenburg) hat sich für einen Vereinswechsel und eine neue Herausforderung entschieden. "Wir hatten in den letzten Jahren wenig Fluktuation. Denn wer einmal bei uns ist, bleibt meistens auch, weil wir ein kleiner familiärer Verein sind mit einem intakten Umfeld. Durch die wenigen Wechsel ist auch eine beständige Arbeit mit den Jungs möglich", äußerte sich Trainer Rohleder zum Verein und dem Kader und fügte hinzu: "Nur in der Offensive mussten wir aufstocken, weil wir vorne zu wenig Tore erzielt haben."

In der Saison 2017/18 soll dieser Kader dann dafür sorgen, dass der Verein der Gruppenliga ein weiteres Jahr erhalten bleibt. Wie die Saison allerdings für andere Vereine verlaufen wird, kann Marköbels Trainer nur schwer einschätzen: "Es ist schwierig eine Prognose abzugeben, sowohl oben als auch unten in der Tabelle." Deshalb zählte Rohleder dann die JSK Rodgau, Sportfreunde Seligenstadt und Germania Großkrotzenburg nur aufgrund ihres Kaders zu den Aufstiegsfavoriten. Zum Saisonauftakt wird die SG zwar auf keinen dieser Vereine treffen, doch das ist dem Trainer egal. "Wir müssen so oder so gegen jeden mal spielen. Von daher nehmen wir es einfach so wie es kommt, weil man nach der Vorbereitung noch nicht weiß, wo man steht", so die Einschätzung von Rohleder, dessen Mannschaft in den ersten drei Spielen beim FC Hochstadt und dem 1. FC Langen sowie zuhause gegen den Aufsteiger aus Oberndorf spielt.

Autor: Selina Eckstein