Bruchköbel hofft auf einen Punkt
Verbandsliga Süd: SG empfängt Rot-Weiss II
Frankfurts Joshua Mensah (vorne) möchte mit seiner Mannschaft in Bruchköbel gewinnen. Foto: Mithat Gürser
SG Bruchköbel - Rot-Weiss Frankfurt II (Donnerstag, 20 Uhr)
Bereits am Donnerstagabend empfängt Bruchköbel die zweite Mannschaft des Hessenligisten aus Frankfurt. Die Gastgeber möchte es im dritten Anlauf besser machen als in den beiden Spielen zuvor. Gegen den Gruppenliga-
Aufsteiger Germania Ober-Roden und gegen den Hessenliga-Absteiger Rot-Weiß Darmstadt kassierte die SG elf Gegentore und blieb dabei selbst ohne Torerfolg. Zudem stehen langzeitverletzte Spieler wie Dominik Röhl, Jan Hertrich, Mark Nowak und Maximilian Walter sowie Ramazan Türkyilmaz, der sich in Darmstadt verletzt hat, derzeit nicht zur Verfügung. Mit eben jenen Spielern wurde aber fest geplant. Zusätzlich dazu gegen Frankfurt die beiden Gelb-Rot gesperrten Chihan Aydin und Kenan Furguson ausfallen. Es läuft derzeit also alles andere als gut. "Momentan kommt eins zum anderen und es ist der Wurm drin. Ich habe keine Erklärung dafür, warum wir so erschreckend schwach gespielt haben. So etwas habe ich in den letzten 15 Jahren nicht erlebt", sagte Bruchköbels Medienvertreter Michael Kwasniok vor dem Spiel gegen die Frankfurter.
Nachdem sowohl Germania Ober-Roden als auch Rot-Weiß Darmstadt in den ersten beiden Spielen mit viel Druck und Pressing von Beginn an gegen Bruchköbel agiert hatte, hofft Kwasniok, dass es gegen die zweite Mannschaft der Rot-Weissen nicht so laufen wird: "Es wäre schön, wenn sie verhalten anfangen würden, damit wir die Chance bekommen, das Spiel aufzubauen." Außerdem hofft Bruchköbels Medienvertreter, dass dabei der erste Punkt herausspringt "oder wir zumindest nicht hoch verlieren." Zum Teil seien die vorangegangenen Niederlagen auch an der Vorbereitung geschuldet, in der sich die Mannschaft nicht einspielen konnte aufgrund von Verletzungen und Urlaubern. "Es hat einen Umbruch im Kader gegeben, aber das soll keine Entschuldigung sein, schließlich hatten wir in den letzten Jahren auch Umbrüche", so Kwasniok, der aber optimistisch ist für die kommenden Wochen, da der Kader Potenzial habe. "Man wird uns nichts schenken, aber es sind auch erst zwei Spiele absolviert. Ich denke, erst ab dem neunten Spieltag trennt sich die Streu vom Weizen", sagte der SG-Medienvertreter. Bis dahin sollte Bruchköbel allerdings einige Punkte geholt haben, um nicht zu tief in den Tabellenkeller zu rutschen.
Frankfurts Spieler stehen "voll im Saft"
Auch die U23 der Rot-Weissen konnte bislang keinen Punkt haben, bei den Frankfurtern ist die Lage aber bei weitem nicht so prekär wie in Bruchköbel. Nach einer 0:2-Niederlage am ersten Spieltag bei der TS Ober-Roden folgte eine 1:2-Niederlage gegen den FV Bad Vilbel. Trotzdem war Trainer Hicham Tahrioui zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, vor allem gegen Bad Vilbel: "Ich erwarte, dass meine Jungs an diese Leistung anknüpfen und sie bestätigen." In Bruchköbel sollen dabei die Torchancen besser genutzt werden, um etwas Zählbares mitzunehmen. An der Verwertung der Möglichkeiten mangelte es nämlich bisher noch. "Wir müssen unsere Chancen nutzen, wenn wir sie bekommen", so Frankfurts Trainer, der aber zuversichtlich auf das Auswärtsspiel am Donnerstagabend blickt. Auch weil seine Spieler "voll im Saft" stehen würden und bereit für die nächste Partie seien.
In Bruchköbel wird Abdelhalim Chehab verletzungsbedingt ausfallen, hinter Johnson Toko, der gegen Bad Vilbel ausgewechselt werden musste, steht noch ein Fragezeichen. Ob Tahrioui in Bruchköbel auf Spieler aus der ersten Mannschaft zurückgreifen kann, ist noch unklar. Auch weil der Hessenligist am Dienstagabend das Kreispokalspiel bei Germania Enkheim bestreitet. Doch egal mit welcher Elf die Frankfurter, die Bruchköbels Kwasniok als talentiert bezeichnete, bei der SG antreten werden, es soll mit den ersten Punkten in der Verbandsliga Süd klappen. Dabei interessiert Tahrioui nicht die Lage in Bruchköbel, sondern der Rot-Weiss Trainer möchte sich nur auf seine Mannschaft konzentrieren.

