Speuzer in der Liga angekommen
Gruppenliga Frankfurt West: Aufsteiger auf Rang vier
Der Meister des Erfolgs vor vollem Haus an der Mainzer Landstraße: FFV-Trainer Mehmet Tunay Somun. Foto: Jörg Schulz
Nach dem euphorisch gefeierten 3:0-Auftaktsieg beim unmittelbaren Nachbarn Spvgg. 02 Griesheim mussten die Sportfreunde zwei Dämpfer in der neuen Liga hinnehmen. Der 2:3-Heimniederlage gegen die von Ex-Profi Thomas Zampach trainierte Sensationstruppe vom FV Stierstadt setzte es in der Auswärtspartie beim SC Dortelweil, wohin die Mannschaft zusammen mit ihren treuen Anhängern im Mannschaftsbus gefahren war, eine 1:2-Niederlage. Zu allem Überfluss verletzte sich dort mit Emre Kadimli einer der besten und wichtigsten Spieler, der vor der Saison aus der Verbandsliga Süd von Türk Gücü Friedberg an die Mainzer Landstraße gekommen war. Der zwischen Autobahn und Kleingärten gelegene Sportplatz erlebte dann binnen 48 Stunden zwei denkwürdige Heimspiele gegen Bornheim und Hausen, in denen die Sportfreunde mit je fünf Treffern pro Partie ihre enorme Offensivstärke unter Beweis stellten.
Am Donnerstag gegen Bornheim drehten die Speuzer einen 1:3- und 3:4-Rückstand in einen 5:4-Sieg um. Zwei Tage später gab es vor 280 Zuschauern unter den Augen der ehemaligen Speuzer Michael Thurk, Marcus Klandt und Pero Miletic einen klaren 5:2-Sieg gegen den FV Hausen. "Letzte Saison haben wir sehr viel über Robert Kohns und Okan Ilkiz die Tore gemacht. Wir haben jetzt aber noch andere gefährliche Spieler dazubekommen. Danyal Tekin, Sasa Matovic und Emre Kadimli, der leider etwas länger ausfällt. Wir versuchen, unser Spiel variabler zu gestalten", sagte Somun nach dem Triumph gegen die Lila-Weißen.
Mehmet Tunay Somun: "Kompliment an die Fans für die Unterstützung"
Beeindruckend war dabei für die Mannschaft die Kulisse. "Das motiviert die Mannschaft um so mehr. Ich habe teilweise Schwierigkeiten gehabt, meine Rufe auf die Mannschaft zu übertragen, weil es so laut war. So kann es weiter gehen. Ich hoffe, dass die nächsten Heimspiele auch so gut besucht werden. Kompliment an die Fans, die uns heute gepusht und unterstützt haben", richtete Somun den Dank an die Anhänger von jung bis alt.
"Wir haben in der Tat einen Moment gebraucht, um in der Liga anzukommen. Es ist definitiv eine höhere Liga, wo nicht immer die Qualität entscheidet, sondern auch der Teamgedanke und die Einstellung. Der Biß, die Galligkeit und der Hunger gewinnen zu wollen sind wichtige Faktoren. Das war in den Spielen bislang entscheidend. Gegen Stierstadt und in Dortelweil haben wir nicht verloren, weil wir die schlechtere Mannschaft waren, sondern weil wir einige Prozentpunkte nicht aus uns rausgeholt haben. Ich bin froh, dass wir es in den letzten beiden Spielen deutlich besser gemacht haben", sieht Somun seine Speuzer nun endgültig angekommen.


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