TSG 51 kegelt SV BKC Bosnien aus dem Pokal

Kreispokal Frankfurt: Gruppenligist im Elfmeterschießen raus

06. September 2017, 01:00 Uhr

Musste im Kreispokal die Segel streichen: Bosniens Trainer Rasim Grabovica. Foto: Jörg Schulz.

Nach 120 ereignisreichen Minuten konnte sich die TSG 51 in der 2. Runde des Frankfurter Kreispokals nach Elfmeterschießen gegen den ligahöheren SV BKC Bosnien durchsetzen. Auf dem Hartplatz lagen beide Mannschaften zeitweise vorne, am Ende lag das Glück auf Seiten der Hausherren. In der dritten Pokalrunde trifft die TSG auf den Nachbarn vom SV Heddernheim, der Hessenligist Rot-Weiss Frankfurt nur einen Kilometer weiter mit 2:1 aus dem Wettbewerb warf.

TSG 51 – SV BKC Bosnien 7:6 n.E. (3:3; 1:0)

Mutige '51er' versuchten von Beginn an den Gruppenligisten in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen. Bosnien war in der Anfangsphase noch nicht im Spiel und musste früh einem Rückstand hinterherlaufen. Bastian Suchatzki bediente mit einem schönen Pass Alec Gansen, der nach einer Viertelstunde das 1:0 erzielte. Erst nach knapp einer halben Stunde zeigten sich die Gäste gefährlich vor dem TSG-Tor. Adis Pita zielte aus der Drehung knapp am Tor vorbei, kurz darauf zog er aus 24 Metern ansatzlos ab, Torwart Walid Yousuf boxte den Schuss aus der Ecke. Bis zur Pause strahlte der Kreisoberligist vor allem nach Freistößen Gefahr aus, spielrisch gab es bei beiden Teams kaum sehenswertes zu bestaunen. Auf dem Hartplatz an der Niedwiesenstraße ging es meistens hoch und weit nach vorne. Alleine das Innenverteidiger-Duo der Gastgeber Moritz Fischer und Patrick Dorrmann köpften mehrere Dutzend lange Bälle aus der eigenen Hälfte nach vorne.

Kurz nach der Pause sorgte einer der vielen gefährlichen Standards für das 2:0. Eine Ecke von Artis Kilic konnte nicht geklärt werden, Felix Flüs reagierte am schnellsten und schob die Kugel aus kurzer Distanz ins Tor. Nach dem zweiten Treffer blieb die Partie vom Spielverlauf ausgeglichen, erst der Anschlusstreffer brachte neuen Wind in das Spiel des SV BKC. Nach einem verunglückten Torwart-Abschlag des ansonsten starken Yousuf fackelte Michele Burgio nicht lange und schoss den Ball aus über 30 Metern an Yousuf vorbei ins Netz. Nur fünf Minuten später der Ausgleich, Adis Pita verlängert per Kopf einen langen Ball in den Lauf von Adis Grabovica, der den Ball mitnahm und aus 14 Metern in die Ecke schoss. Auch nach dem 2:2 blieb die spielerische Klasse auf überschaubarem Niveau, doch das Spiel lebte von seiner Spannung, zudem sorgte der holprig werdende Platz nun für die eine oder andere Zufallschance. Gelegenheiten erfolgten in der Schlussphase auf beiden Seiten fast im Minutentakt. Dennoch ging es ohne weitere Treffer in die Verlängerung.

Patrick Dutiné: „Freuen uns auf das Derby gegen Heddernheim“

Nach umkämpften 90 Minuten blieben Torgelegenheiten in der ersten Hälfte der Verlängerung komplett aus, die Intensität jedoch war weiterhin hoch. In den letzten Minuten der Extra-Zeit passierte auch vor den Toren wieder erwähnenswertes, beiden Teams sollte in der Schlussphase noch ein Treffer gelingen. In der 116. Minute brachte Hamza Reko einen Eckball in die Mitte, der eingewechselte Husein Velagic erzielte per Kopf den 2:3-Führungstreffer für Bosnien. Drei Minuten später segelte erneut ein guter Freistoß der TSG in den gegnerischen Strafraum. Diesmal stand Fischer am richtigen Fleck und erzielte das umjubelte 3:3. Vor dem anstehenden Elfmeterschießen unterstützten sogar die Anwohner der naheliegenden Wohnblöcke die TSG nun mit lautstarken Anfeuerungsrufen.

Im Elfmeterschießen stand es nach jeweils drei Schüssen 2:2, ehe mit Kapitän Adi Musli der zweite Gäste-Akteur verschoss. TSG-Flügelspieler Gansen nutzte den ersten Matchball seiner Truppe zum entscheidenden 4:3-Endstand und dem damit verbundenen Treffer für die dritte Pokalrunde. Gäste-Trainer Rasim Grabovica sah ein ausgeglichenes Spiel indem die TSG „verdient ins Elfmeterschießen“ einzog. Trotz der Niederlage konnte der Übungsleiter mit dem Spiel seiner Mannschaft leben und wichtige Erkenntnisse für die Liga ziehen: „Einige junge Spieler haben eine Chance bekommen, der ein oder andere hat sie genutzt, der ein oder andere muss vielleicht noch etwas warten auf die nächste Chance.“ „Von unserem Team war es ein richtig starkes Spiel. Während den 120 Minuten brauchst du natürlich auch mal etwas Glück“, war TSG-Coach Patrick Dutiné stolz auf die Darbietung seiner Mannschaft und blickte nach dem Sieg auf die Paarung in der nächsten Pokalrunde voraus: „Wir freuen uns auf das Derby gegen Heddernheim, das ist immer etwas ganz besonderes.“

Die Statistik:

TSG 51: Yousuf – Kurfürst, Fischer, P. Dorrmann, Flüs – Suchatzki, M. Dorrmann – Gansen, Kilic, Turban - Hubbuch - Trainer: Patrick Dorrmann / Patrick Dutiné.
SV BKC Bosnien: Alibasic – Cakrlija, An. Pita, Ivanov, Reko – Omanovic, Sabanovic – Burgio, Musli, Rugle – Ad. Pita -
Trainer: Rasim Grabovica

Schiedsrichter: Finn Bathmann (FFV Oberursel).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Alec Gansen (14.), 2:0 Felix Flüs (49.), 2:1 Michele Burgio (67.), 2:2 Adis Grabovica (72.), 2:3 Husein Velagic (116.), 3:3 Moritz Fischer (119.).

Autor: Sean Lynch