Ober-Roden rettet Unentschieden über die Zeit - Fotos
Verbandsliga Süd: Türk Gücü Friedberg lief die Zeit weg
Germania Ober-Roden und Türk Gücü Friedberg - hier Hernandez Palacios (links) und Masse Bell Bell - hatten mit den Platzverhältnissen zu kämpfen. Foto: Steffen Turban
1. FC Germania Ober-Roden - Türk Gücü Friedberg 0:0
Von Anfang an goss es wie aus Eimern und so mussten beide Mannschaften erst einmal versuchen, sich den Gegebenheiten anzupassen. Teilweise wie auf Schmierseife hangelten sich die Spieler nach vorne und hinten mit dem Problem, dass lange Bälle schnell wegflutschten und beim Kurzpassspiel schnell der Halt verlorenging. In der ersten Minute ging ein Schuss von Fabian Bäcker nur knapp daneben, der bei der Ausführung leicht ausrutschte. Kapital aus den Bodenverhältnissen hätte in der 17. Minute Spielführer Marc Christophori-Como fast geschlagen, dessen aufsetzender Freistoß aus etwa 30 Metern lenkte Kamber Koc aber um den Pfosten.
Nach einem Pass von Mohammed Hakimi rutschte Christophori-Como an der Straraumkante aus und prallte mit dem herauslaufenden Koc zusammen. Das mit Konsequenzen, denn nach gut einer Stunde Spielzeit musste Ober-Rodens Kapitän aufgrund der Rippenprellung ausgewechselt werden. Ebenfalls verletzungsbedingt musste Tim Lehnert in der 54. Minute das Feld räumen. In der ersten Halbzeit gab Jonas Tesfaldet erst in der 22. Minute einen Warnschuss ab, bei dem Ober-Rodens Keeper Christoph Kahl aber garnicht erst eingreifen musste.
Tesfaldet zu unpräzise per Kopf
Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderten sich die Dominanz-Verhältnisse sofort. Die Friedberger nahmen das Heft in die Hand und schnürten die Germanen allmählich immer mehr in der eigenen Hälfte ein. Einen Wiegand-Kopfball wehrte Kahl ab (50.), den strammen Schuss von Florian Decise lenkte Kahl über die Latte (57.), und auch ein Aufsetzer von Tesfaldet fand nicht sein gewünschtes Ziel. "Im Großen und Ganzen bin ich auf diesen sehr schwierigen Platzverhältnissen mit der Leistung meiner Mannschaft einverstanden. Gerade in den letzten dreißig Minuten haben wir massiven Druck ausgeübt. Der Sieg hätte uns glücken können, mit dem Unentschieden bin ich aber zufrieden", wog Türk Gücü Friedbergs Trainer Mustafa Fil nach dem Spiel ab.
Nachdem der Gastgeber dann doch noch einmal kurz vor Schluss vor Kocs Kasten auftauchte - der Aufsteiger schien stehend k.o., den Gästen lief indes die Zeit davon - ging dann doch noch ein Raunen durch das Tribünen-Rund, aber Daniel Souto hatte seine Flanke zu hoch angesetzt. Im Anschluss und somit inklusive Nachspielzeit hatte Jonas Tesfaldet die Entscheidung noch zweimal "auf dem Kopf", scheiterte allerdings knapp. "Mit dem Unentschieden bin ich sehr zufrieden. Zum Ende hin hatten wir dann doch noch etwas Glück", befand Ober-Rodens Trainer Adeniyi Akinwale.
Die Statistik:
1. FC Germania Ober-Roden: Kahl - Marweg, Stuckert, Lehnert (54. Frieß), Stemann, Madmar, Souto, Hakimi, Palacios, Bäcker (85. Jäger), Christophori-Como (59. Owusu) - Trainer: Adeniyi Akinwale.
Türk Gücü Friedberg: Koc - Weigand, Dananovic, Effiong, Aljusevic, Tesfaldet, Boulahfa (61. Guersoy), El Mai Mouni, Decise, Bell Bell (77. Ike), Özdemir (83. Usic) - Trainer: Mustafa Fil.
Schiedsrichter: Fabian Bierau (Wimar a.d. Lahn)
Zuschauer: 150.
Tore: Fehlanzeige.


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